Sicherheit

Gmail: Google sperrt JavaScript-Anhänge in E-Mails

Am 13. Februar 2017 erhält Googles E-Mail-Dienst Gmail ein Update. Dann blockiert der Suchmaschinenriese JavaScript-Anhänge.

Gmail: JavaScript-Warnung

© Google

Googles Mail-Dienst Gmail wird eine Warnung ausgeben, wenn Sie eine JavaScript-Datei versenden wollen.

Ab 13. Februar können Sie keine JavaScript-Anhänge mehr über Gmail hochladen und als E-Mail versenden. Denn vermehrt nutzen Cyberkriminelle entsprechende .js-Dateien, um ihren Opfern Schädlinge unterzujubeln. Wer künftig versucht, eine Datei mit der Endung zu verschicken, erhält eine Warnmeldung. Bei eingehenden E-Mails mit JavaScript-Anhang blockiert der Google-Mailserver. Sie bekommen statt des Anhangs eine Erklärung, warum die Datei von der E-Mail getrennt und gelöscht wurde. Das meldet Google auf seinem Blog​ für G-Suite-Updates.

Per JavaScript lässt sich Zugang zu einem Computer erschleichen, woraufhin Daten ausgespäht oder andere schädliche Funktionen ausgeführt werden können. Sollten Sie darauf angewiesen sein, .js-Dateien zu verschicken, rät Google zu alternativen Lösungen. Sie können etwa Google Drive oder Google Cloud Storage verwenden – die Online-Speicherlösungen aus gleichem Haus. Dort laden Sie Dateien hoch und können Sie wie bei Dropbox, OneDrive und Co. mit Familie, Freunden und Kollegen teilen.

JavaScript dient in erster Linie dazu, Web-Anwendungen zu programmieren. .js-Dateien befinden sich oft auf Webseiten, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen. Dort laufen sie im jeweiligen Browser. Virenscanner und Schutzmechanismen gängiger Internetprogramme können eingreifen, sobald schädliche Aktionen stattfinden.

Lesetipp: Antivirus-Test 2017

Bei unbekannten JavaScript-Dateien, die direkt auf einem Windows-Rechner ausgeführt werden, greift das Modul Windows Script Host. Von dort aus gibt es höhere Zugangsrechte auf das System – der Schadcode kann dann ausführbare Dateien starten, die erheblichen Schaden anrichten können. Vermeiden Sie also – gerade bei unbekannten Absendern – JavaScript-Dateien auszuführen, wenn Sie nicht genau wissen, welche Funktionen sie beinhalten.

Mehr zum Thema

Google will seinen E-Mail-Verkehr zu 100 Prozent sicher machen.
Googlemail mit Verschlüsselung

Google zieht endlich nach. Künftig werden E-Mails von Gmail-Nutzern an andere Gmail-Nutzer verschlüsselt - zu einer Abdeckung von 100 Prozent.
Wie genau untersucht Google E-Mail Accounts eigentlich?
Privatsphäre in Gmail gefährdet

Mit Hilfe digitaler Rasterfahndung im Gmail-Konto wurde ein Texaner wegen des Besitzes von Kinderpornografie angeklagt. Google steht nun in der…
Symbolbild: Multimedia satt
Deaktivieren, Click to Play & Co.

Mit uns bekommen Sie Flash und Java für Firefox, Chrome & Co. sicher in den Griff. Wir zeigen Ihnen das Deaktivieren, das Feature Click to Play und…
REWE Fake-Gutscheine Facebook WhatsApp
Betrugsmasche

Erneut macht eine Betrugsmasche WhatsApp unsicher. Wer auf Fake-Gutscheine für Rewe und Lidl hereinfällt und seine Daten preisgibt, kann in eine…
KL AV Free
Gratis-Virenscanner

Kaspersky kündigt an, mit KL AV for Free einen kostenlosen Virenscanner zu veröffentlichen. Dieser biete guten Basisschutz ohne hohen…