gfu-Studie

Smart-TV-Nutzung: YouTube und Mediatheken Spitzenreiter

Eine aktuelle Studie der gfu fasst die Smart-TV-Bedürfnisse der Zuschauer zusammen. Ergebnis: Wer seinen Fernseher ans Internet andockt, nutzt die entsprechenden Angebote rege.

Smart-TVs sind mit dem Internet verbunden.

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Smart-TVs sind mit dem Internet verbunden.

Flachbild-TVs sind bei den Deutschen inzwischen nahezu die Standardausstattung: Rund 84 Prozent der Haushalte geben in einer repräsentativen Studie im Auftrag der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) an, einen Flat-TV zu besitzen. Im Frühjahr lag dieser Wert noch bei 77 Prozent. Ein Drittel (33 Prozent) der Befragten im Frühjahr gab an, ein Gerät mit einer Diagonale von 42 Zoll (106 Zentimeter) oder mehr zu besitzen. Inzwischen sind es 37 Prozent, die sich zur Größe ab 42 Zoll bekennen.

In diesem Jahr wird mehr als die Hälfte der in Deutschland verkauften TV-Geräte ein Smart-TV sein. In knapp einem Drittel der deutschen Haushalte steht bereits ein solches Modell. Allerdings geben 17 Prozent an, nicht zu wissen, ob ihnen ein Smart-TV oder ein Gerät ohne smarte Funktionen gehört.

Kommentar: Bedrohen Smart-TVs die Privatsphäre?

Von den Smart-TV-Besitzern sagen rund 41 Prozent, dass ihr Gerät nicht mit dem Internet verbunden sei. Diese Entscheidung wird von der Mehrzahl offensichtlich sehr bewusst getroffen: Rund 62 Prozent der "Nicht-Anschließer" sagen, dass sie keine Internetdienste auf dem TV wünschen. Einen zu komplizierten Anschluss räumen 16 Prozent ein. Sicherheitsbedenken haben zehn Prozent, rund sechs Prozent besitzen keinen oder keinen ausreichend schnellen Internetzugang. Die Ablehnung der Internet-Funktionen auf dem TV-Gerät steigt mit dem Alter. Menschen über 60 wollen zu fast 84 Prozent das Internet nicht auf dem TV-Gerät haben, die Jüngeren bis 40 geben dies zu 55 Prozent an.

Spaß beim Smart-TV

Ist der smarte Fernseher mit dem Netz verbunden, werden die Funktionen in der Regel auch aufgerufen. 49 Prozent schalten das Internet oft oder sehr oft ein, 24 Prozent gelegentlich. Nie genutzt wird Smart-TV lediglich von sechs Prozent. Spitzenreiter sind fernsehtypische Anwendungen. Beispielsweise YouTube-Videos im Großformat schauen sich knapp 38 Prozent an, die Mediatheken der Sender rufen 34 Prozent auf. Fotos aus digitalen Fotoalben betrachten 28 Prozent auf dem TV-Bildschirm. 20 Prozent nehmen häufig oder sehr häufig Video on Demand sowie zusätzliche Infos per HbbTV in Anspruch. Soziale Medien wie Facebook und Twitter liegen bei 14 Prozent, Video-Telefonie per Skype wollen 13 Prozent.

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