Digitaler Selbstschutz

Viele Internetuser schützen ihre Daten unzureichend

Obwohl viele Surfer den Missbrauch ihrer Daten im Netz fürchten, sind immer noch rund 25 Prozent aller Nutzer ohne besonderen Schutz im Web unterwegs. Dies ergab jetzt die Studie eines Marktforschungsinstituts.

Deutsche Internet-Nutzer kaum geschützt: Die GfK präsentiert Ergebnisse einer neuen Sicherheits-Studie.

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Deutsche Internet-Nutzer kaum geschützt: Die GfK präsentiert Ergebnisse einer neuen Sicherheits-Studie.

Die Maßnahmen der meisten Internetnutzer gegen den Missbrauch ihrer Daten beschränken sich auf die Standards des Browsers und des Mailprogrammes, die ihr Betriebssystem von Haus aus mitbringt. Obwohl sich nach der Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) knapp 70 Prozent der Deutschen um den Schutz ihrer persönlichen Daten und ihrer Privatsphäre im Internet sorgen, werden vielfach keine weiteren  Schutzmaßnahmen ergriffen. Viele verzichten aus Datenschutzgründen auch auf Aktivitäten im Netz wie das Online-Banking, soziale Netzwerke oder Onlinespiele.

Die Befragung ergab, dass 72 Prozent der User einen Virenschutz, 59 Prozent eine Firewall und 49 Prozent Spam-Filter nutzen. Auch halten sich etwas 50 Prozent an die Sicherheitsregel, keine Mails unbekannter Absender zu öffnen. Das heißt aber auch, dass 28 Prozent der Nutzer ohne Anti-Viren-Programm unterwegs sind. 

Die etwas weitergehenden Sicherheitsmaßnahmen wie das Löschen von Cookies, regelmäßige Änderung von Passwörtern oder die Verschlüsselung von Mails sind kaum verbreitet. Erfreulich, aber wenig überraschend erscheint das Ergebnis, dass Vielnutzer auch häufiger solche Sicherheitsmaßnahmen einsetzen.

Die Studie ergab weiterhin, dass 7 Prozent der Deutschen schon einmal von Datenmissbrauch betroffen waren - was naturgemäß das Sicherheitsbewusstsein sensibilisiert und zu besserem Schutzverhalten führt. Befragt wurden etwa 2.000 Verbraucher. Weitere Einzelheiten lassen sich bei der GfK nachlesen, wo auch ein Download der gesamten Studie verfügbar ist.

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