Geplante Obsoleszenz

Stiftung Warentest findet keine Beweise für geplante Schwachstellen

Die Diskussion über die "geplante Obsoleszenz" erhitzt nach wie vor die Gemüter der Verbraucher. Die Stiftung Warentest hat jetzt ihre Tests erneut ausgewertet und findet keine Anhaltspunkte für ein bewusst herbeigeführtes Ansteigen der Ausfallrate bei neueren Geräten.

Stiftung Warentest findet keine Beweise für

© Screenshot: WEKA, http://www.test.de/

Stiftung Warentest findet keine Beweise für "Geplante Obsoleszenz".

Seit längerem haben Verbraucher den Eindruck, dass sich bei Elektro- und Elektronikprodukten ein immer schnellerer Verschleiß feststellen lässt, der möglicherweise geplant und vom Hersteller so gewollt ist. Das Stichwort "geplante Obsoleszenz" hat Konjunktur. Elektro-Geräte scheinen absichtlich Schwachstellen verpasst zu bekommen.

Dem widerspricht die Stiftung Warentest jetzt nach einer ausführlichen Untersuchung ihrer vergangenen Langzeit-Tests. Zwar gebe es viele "Möglichkeiten, Geräte frühzeitig altern zu lassen", wie etwa gezielt eingebaute Schwachstellen, eine erschwerte Reparierbarkeit oder fehlende Ersatzteile, man könne aber keine deutliche Zunahme des Anteils von Produkten feststellen, die kurz nach Ablauf der Gewährleistungspflicht ausfallen.

Belege für die umsatzfördernde Verkürzung der Produktlebensdauer wurden in der Vergangenheit von vielen Verbrauchern gesammelt und beispielsweise auf der Seite "Murks? Nein Danke!" veröffentlicht. Auch eine von der Bundestagsfraktion der Grünen in Auftrag gegebenen Studie scheint die These vom absichtsvollen Pfusch der Hersteller in vielen Einzelbeispielen zu bestätigen - einen stichhaltigen Beweis für die vorsätzliche Verkürzung der Produktlebensdauer konnte sie freilich nicht erbringen.

Dennoch kritisiert Stefan Schridde, der die Murks-nein-danke-Initiative gegründet hat, die neue Veröffentlichung der Stiftung Warentest. Seiner Meinung nach wird hier unseriös argumentiert und auf viel zu wenige Langlebigkeits-Untersuchungen zurückgegriffen. Außerdem förderten die Warentester wenig Überraschendes zu Tage wie die Erkenntnis, dass billige Geräte oft schneller kaputt gehen als teurere.

Auch andere Probleme wie beispielsweise die Verwendung fest eingebauter Akkus sind durchaus nicht leicht zu bewerten - wenn der Verbraucher laut Statistik sowieso in der Regel vor Ablauf der Akkulebensdauer ein neues Handy kauft.

Mehr zum Thema

Saturn-Homepage
Online bestellen

Die Elektronik-Kette Saturn erlaubt es Kunden in Ingolstadt, die über den Online-Shop eingekauft haben, die bezahlte Ware rund um die Uhr im Markt…
Kabel Deutschland: Logo
Alte Tarife

Kabel Deutschland schreibt 390.000 Bestandskunden an. Es gibt Preiserhöhungen für alte Tarife, Kunden können diese wechseln oder außerordentlich…
Minecraft-Screenshot
Beta am 29. Juli

Minecraft erscheint als Windows-10-Edition. Eine Beta-Phase wurde bereits angekündigt - ein genauer Release-Termin steht allerdings noch aus.
Xbox One
Red Ring of Death

Der Red Ring of Death suchte viele Xbox-360-Konsolen heim. Wie Microsoft erklärt, hätte der Fehler das Ende der Xbox One bedeuten können, bevor sie…
revolt - 4-Port-USB-Wandnetzteil
revolt

Dank Smart-Power-Technologie lädt das Wandnetzteil bis zu vier Geräte gleichzeitig und verwendet dabei stets den für das jeweilige Gerät optimalen…