3D-Kamera

Fujifilm Real 3D W3 - 3D-Nachfolgerin

Fujifilm will bei der 3D-Fotografie weiter die Führungsrolle übernehmen und präsentiert mit der Real 3D W3 bereits seine zweite 3D-Kamera.

Fujifilm Real 3D W3 - 3D-Nachfolgerin

© Fujifilm

Fujifilm Real 3D W3 - 3D-Nachfolgerin

Sie unterscheidet sich von ihrer Vorgängerin in erster Linie durch geringeres Gewicht und zierlichere Abmessungen, bietet aber auch erweiterte Funktionalität inklusive HD-Videoaufnahme

in 720p mit Stereoton.Die Finepixe Real 3D W3 hat zwei Fujinon-Optiken mit 3-fach optischem Zoom im Brennweitenbereich (verglichen mit Kleinbild) ziwschen 35 und 105 mm. Im Inneren arbeiten zwei 1/2,3 Zoll große CCD-Sensoren mit 10 Megapixel. Damit entstehen gleichzeitig zwei Bilder mit leichter Parallaxe, die für den 3D-Eindruck sorgen. Verantwortlich dafür ist der RP-Prozessor (Real Photo), der die Bilddaten der beiden CCDs synchronisiert und diese, egal ob Foto oder Video, in einer Datei speichert.

Es gibt für die 2D- und 3D-Aufzeichnung einen manuellen Modus um Verschlusszeit und Blende selbst einzustellen, eine Zeitautomatik und einen Programm-Modus. Zudem hat der Fotograf die Wahl zwischen dreizehn Motivprogrammen. Da die Bedingung für einen guten 3D-Eindruck eine exakte Synchronisation der beiden Bilder ist, hat die Finepix Real 3D W3 einen Aluminiumrahmen, der vor Vibrationenen schützen und so für eine exakte  Ausrichtung des linken und rechten Objektivs sorgen soll. Spannend erscheint die Möglichkeit der "Parallaxen Kontrolle" bei der man die 3D-Aufnahmen manuell justieren kann. Mit Hilfe dieser Funktion lassen sich Aufnahmen (auch bei der Wiedergabe) neu positionieren, was den 3D-Eindruck verändert.

Auch für fortgeschrittene 3D-Fotografen hat Fujifilm beim Neuling nachgelegt: Die Kamera kann nun die beiden Bilder für den 3D-Eindruck auch nacheinander machen. Im "Einzelverschluss-3D-Modus" wird das zweite Bild erst durch erneutes Auslösen aufgenommen. So kann der Fotograf die Position für das zweite Bild neu wählen. Die beiden Bilder werden danach als 3D-Foto in der Kamera gespeichert. Sinnvoll ist dies beim Fotografieren im Telebereich und von weitläufigen Motiven wie Landschaften.Zudem gibt es einen "Intervall-3D-Modus" bei dem die Kamera automatisch zwei Aufnahmen in zeitlichem Abstand erstellt. Dies soll bei Aufnahmen aus dem Zug, Flugzeug oder Auto für einen extrem weiten Blickwinkel und damit verstärkten 3D-Eindruck sorgen.

Die Wiedergabe der 3D-Fotos und -Videos klappt über das 3,5 Zoll große Display mit 1,15 Millionen Bildpunkten ohne zusätzliche 3D-Brille. Dabei verspricht Fujifilm, dass der unerwünschte Effekt von Doppelbildern durch das neue 3D-LCD erheblich reduziert wird. Zudem sollen die Bilderwesentlich heller und kräftiger in den Farben als beim Vorgängermodell sein. Via HDMI-mini-Kabels lässt sich die Kamera ans Fernsehgerät anschließen und kann so auf einem 3D-fähigen TV-Gerät 3D-Aufnahmen ausgeben. Zum Anschauen ist dann aber die jeweils zum Fernseher passende 3D-Brillen notwendig.

Praktisches Extra: Die Kamera lässt auch im 2D-Modus die Nutzung beider Kamerateile zu und kann so zum Beispiel gleichzeitig eine Tele- und Weitwinkelaufnahme machen oder Bilder mit unterschiedlicher Empfindlichkeit aufzeichnen.  Im Lieferumfang der 450 Euro teuren Kamera ist ein 3D-Foto- und Videobearbeitungsprogramm enthalten. Mit myFINEPIX Studio kann man die 3D-Fotos der Kamera wieder voneinander trennen, aber auch 3D-Videos bearbeiten. Wobei Letzteres eine Online-Software-Update erfordert. Lieferbar ist die Kamera ab September.

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Fujifilm Real 3D W3 - 3D-Nachfolgerin

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