Facebook-Studie

Frauen sind im Netz misstrauischer als Männer

Zwei Studien des Antivirusherstellers Bitdefender zum Verhalten in sozialen Netzwerken decken unter anderem auf, dass wesentlich mehr Frauen als Männer ihren Partnern nachspionieren.

Frauen sind im Netz misstrauischer als Männer

© Bitdefender

Frauen sind im Netz misstrauischer als Männer

Der rumänische Antivirushersteller Bitdefender hat im Sommer 1605 Freiwillige aus mehreren Ländern zu ihrem Verhalten in sozialen Netzwerken befragt. Damit ist heraus gekommen, dass vor allem US-amerikanische und britische Frauen ihren Männern Online-Flirts unterstellen. Sie spionieren ihren Partnern dreimal häufiger in Facebook und Co nach als Männer ihren Frauen. Dafür setzen sie sogar Monitoring-Tools ein.

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Dies trifft vor allem Männer im Alter zwischen 25 und 34 Jahren. Ab 35 Jahren lässt das weibliche Misstrauen nach, dann schnüffeln nur noch doppelt so viele Frauen wie Männer. In Deutschland ist das Verhältnis etwas ausgeglichener, hier stehen 66 Prozent überwachter Männer einem Anteil von 44 Prozent bespitzelter Frauen gegenüber. In Spanien und Frankreich werden demnach 60 Prozent der Männer bei ihren Online-Aktivitäten durch die Partnerin überwacht.

Bitdefenders leitender Sicherheitsstratege Catalin Cosoi meint dazu, Eifersucht einerseits und die mit den neuen Möglichkeiten sozialer Netze verbundenen Anforderungen an die Treue in der Partnerschaft andererseits könnten eine starke Stressquelle vor allem für jüngere Paare sein. Wie oft das Misstrauen tatsächlich gerechtfertigt war, hat die Studie allerdings nicht untersucht.

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In einer zweiten Bitdefender-Studie, bei der 1649 Männer und ebenso viele Frauen in den USA und Großbritannien befragt worden, zeigt sich, dass Männer auch sonst weniger misstrauisch zu sein scheinen. Sie sind für neue Kontakte in sozialen Netzwerken aufgeschlossener als Frauen. Diese versuchen oft erstmal herauszufinden, ob sie die Person, die eine Freundschaftsanfrage gesendet hat, auch wirklich kennen. Auch Männer machen das, jedoch weit seltener.

Der Umgang der Männer mit persönlichen Daten ist ebenfalls sorgloser. Jeder vierte befragte Mann kümmert sich nicht um Sicherheitseinstellungen, die die Privatsphäre schützen sollen. Bei den befragten Frauen liegt dieser Anteil nur bei 16 Prozent. Die Folge ihrer insgesamt größeren Sorglosigkeit ist, dass Männer auch häufiger als Frauen auf Spammer und deren betrügerische Angebote herein fallen.

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