Neuer Look für Firefox 29

Mozilla beseitigt 14 Firefox-Lücken

Firefox 29.0 kommt im Gewand der neuen Bedienoberfläche Australis und einem geänderten Sync-Verfahren. Außerdem haben die Entwickler etliche Sicherheitslücken gestopft.

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© Mozilla/Screenshot: Frank Ziemann

Nach einer langen Erprobungsphase wird die neue, unter dem Namen "Australis" bekannte Bedienoberfläche für Firefox nun auf die Mehrheit der Firefox-Nutzer losgelassen. Die werden sich umstellen müssen, denn neben dem Erscheinungsbild hat sich auch an der Bedienung des Browsers einiges geändert. Der orange-farbene Firefox-Button ist ebenso Geschichte wie die zur Add-on-Leiste verkommene Statuszeile. Die Schaltfläche für das Menü befindet sich nunmehr auf der recht Seiten, wie etwa bei Chrome.

An Chrome erinnert auch die Form der Karteireiter der Tabs, deren Ränder sind abgeschrägt und schwungvoll gerundet. Nur beim aktiven Tab ist das zusehen, er ist daher leicht auszumachen, zumal er auch farblich hervor gehoben wird. Die Symbole der Erweiterungen drängen sich bei Firefox 29 zwischen Suchschlitz und Menü-Button. Ein Klick auf Letzteren bringt kein schnödes Textmenü hervor, sondern ein Blase mit großen Symbolen.

Wer Lesezeichen und Erweiterungen über mehrere Geräte synchron halten will, muss sich bei Firefox Sync umstellen. Statt über die Eingabe von Sicherheitsschlüsseln läuft der Vorgang über ein Firefox-Konto, das zunächst neu anzulegen ist. Die klassische Menüleiste ist weiterhin über das Antippen der Alt-Taste erreichbar und kann im Menü Ansicht / Symbolleisten dauerhaft sichtbar gemacht werden.

Wer die alte Bedienoberfläche zurück haben will, muss die Erweiterung "Classic Theme Restorer" installieren oder zur ESR-Version (Extended Support Release) 24.5 wechseln.

Kaum ein Firefox-Update kommt ohne eine Liste geschlossener Sicherheitslücken aus. Bei Firefox 29.0 sind es 14 Lücken für die Desktop-Version und eine bei Firefox für Android. Sechs Schwachstellen sind als kritisch eingestuft, sie können es einem Angreifer ermöglichen Code einzuschleusen und auszuführen.

Auch das Mail-Programm Thunderbird ist in einer neuen Version erschienen. In Thunderbird 24.5 haben die Entwickler allerdings nur die sicherheitsrelevanten Änderungen am Firefox-Code übernommen, die Oberfläche bleibt, wie sie war. Die Websuite Seamonkey sollte in Kürze in der neuen Version 2.26 erscheinen, in der im Wesentlichen die gleichen Lücken gestopft sind wie in Firefox 29.

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