Sicherheitslücken

FBI warnt: Smarte Spielzeuge gefährden Kinder

Das FBI warnt vor Sicherheitsrisiken, die smarte Spielzeuge mit ins Haus bringen. Vor allem Sicherheitslücken in der Software sind kritisch.

Cayla: Smarte Puppe

© Screenshot / myfriendcayla.de

Cayla ist das wohl bekannteste smarte Spielzeug. Die Puppe reagierte auf Fragen von Kindern: Mikrofon und Internet sorgten für smarte Features. Mittlerweile ist die Puppe verboten.

Das FBI warnt vor Spielzeug, das mit dem Internet vernetzt ist. Smarte Spielsachen, die durch Technologien ihr Verhalten an das von Kindern anpassen, können aufgrund ihrer Ausstattung ein Eingriff in die Privatsphäre und Sicherheit des Kindes sein. Eltern vertrauen oft den Herstellern, sind aber selbt für das Wohlergehen ihrer Kinder verantwortlich.

In einem öffentlichen Beitrag​​ weist das FBI auf die Gefahren hin, die mit dem Internet verbundenes Spielzeug darstellt. Denn "diese Spielsachen enthalten typischerweise Sensoren, Mikrofone, Kameras, Datenspeicherkomponenten und andere Multimedia-Funktionen; einschließlich Spracherkennung und GPS​". Das kann unbeabsichtigt zur Weitergabe privater Informationen des Kindes führen. Hinzu kommt, dass diese Spielzeuge selten ausreichend mit Cybersecurity vor Angriffen von außen geschützt sind, weil Hersteller so Kosten und Zeit sparen.

Nicht nur die Sicherheit des Kindes, sondern die der gesamten Familie könnten smarte Spielzeuge gefährden. Abhängig von der Art der Spielsachen, könnten verbaute Mikrofone Gespräche in Reichweite aufzeichnen. Vielleicht plant man gerade laut die Termine des Urlaubs, in denen die Familie nicht zu Hause ist. Kriminelle könnten diese Information nutzen, zum Beispiel für einen Einbruch.

Lesetipp: Wie sicher ist das Smart Home?

Smarte Spielzeuge verbinden sich automatisch mit dem Internet. Deshalb ist die Verschlüsselung des WiFi-Netzwerkes auch bei smarten Spielsachen besonders wichtig. Sonst können sich Hacker Zugriff auf gesammelte Daten verschaffen. Verbindungen per Bluetooth sind nicht verschlüsselt und deshalb an sich ein Risiko. Für mehr Sicherheit schalten Sie das Spielzeug mit Bluetooth nach dem Gebrauch komplett aus. Grundsätzlich gilt: Eltern sind für die Sicherheit ihrer Kinder verantwortlich und müssen sich über smarte Spielzeuge informieren. In den Hersteller-AGBs finden Sie zum Beispiel Informationen, ob und wo der Hersteller die über das Spielzeug gesammelten Daten abspeichert. 

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