Bank-Run in Bulgarien

Manipulierte Texte aus Facebook verunsichern Kunden

Unbekannte haben mit manipulierten Nachrichten über Facebook und Youtube Kontoinhaber in Bulgarien verunsichert. Die Falschmeldungen lösten einen Run auf zwei Banken aus.

Bank-Run in Bulgarien

© screenshot https://www.youtube.com/watch?v=5nOVbXJB-f4

Bunk-Run in Bulgarien: Manipulierte Texte aus Facebook und Youtube verunsichern Kunden

Bulgarische Bürger erhielten manipulierte SMS und Nachrichten über Facebook und  Youtube, in denen Falschmeldungen Betroffene vor einem Bankrott der Banken warnten. Als Folge kam es zu einem Run auf viele örtliche Bankfilialen, bei denen die verunsicherten Kunden innerhalb kürzester Zeit ihr gesamtes Geld abhoben. Der internationale Videonachrichtendienst RuptlyTV hat auf Youtube ein kurzes Video über den Ansturm auf die Banken veröffentlicht.

Betroffen waren die  Corporate Commercial Bank (Corpbank) sowie die First Investment Bank (Fibank). Laut der Fibank wurden letzten Freitag innerhalb weniger Stunden umgerechnet Hunderte Millionen Euro abgehoben. Als Folge wurden die Filialen geschlossen, die Automaten funktionierten jedoch weiterhin. Die Zentralbank übernahm unterdessen die Kontrolle über die Corpbank. Die europäische Kommission hat nun einen Notfallkredit in Höhe von über eine Milliarde Euro als zusätzliche Absicherung bewilligt.

Hintergrund für die Falschinformationen zur Zahlungsfähigkeit der Banken sei die derzeit bestehende Finanz- und Regierungskrise in Bulgarien. Bisher galt das Bankensystem im EU-Staat als stabil. Bulgarien hat eine der niedrigsten Schuldenquoten in der EU. Bestehende Probleme sollen jedoch Vetternwirtschaft und Korruption sein.

Bulgariens Präsident Rossen Plevnliev hat unterdessen das Vertrauen der Regierung in die Stabilität der Banken bekräftigt. Allerdings soll laut dem Staatschef das derzeitige Parlament auf Grund der Finanzkrise und fehlendem Vertrauen aufgelöst werden. Bis zu den Neuwahlen Anfang Oktober soll im August eine Übergangsregierung gewählt werden.

Die Behörden von Bulgarien haben die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Es wurden bereits fünf Männer wegen des Verdachts auf das Verbreiten von  Falschinformationen über Facebook und Youtube festgenommen.

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