Malware-Links

Facebook und Youtube risikoreicher als Porno-Sites

Soziale Netzwerke enthalten inzwischen mehr Links zu Malware-Downloads als der traditionelle Hauptverbreitungsweg, die Web-Seiten für Erwachsenen-Unterhaltung. Etwa jeder dritte Malware-Link ist mittlerweile auf Youtube und Co. zu finden, wie ein Sicherheitsunternehmen meldet.

Statistik: Angreifbare Anwendungen

© Kaspersky Lab

Statistik: Angreifbare Anwendungen

Der Antivirushersteller Kaspersky Lab hat in seinem Bericht über die Malware-Entwicklung im letzten Jahr festgestellt, dass soziale Netzwerke inzwischen gefährlicher seien als Porno-Seiten. Während Letztere jeden siebten Malware-Link enthalten, entfallen 21 Prozent der schädlichen Links auf soziale Netzwerke wie Facebook, dessen russischen Klon Vkontakte und Twitter. Noch schlimmer ist es um Video-Portale wie Youtube bestellt, auf denen die Kaspersky-Forscher 31 Prozent der gefundenen Malware-Links ausgemacht haben. Durch spezielle Suchmaschinen-Optimierung ("Black-SEO") werden etwa 22 Prozent der gefährlichen Web-Seiten bekannt gemacht. Werbenetzwerke kommen auf einen Anteil von 12 Prozent. Auf Windows-Rechnern installierte Anwendungen weisen oft Sicherheitslücken auf, die für Drive-by Angriffe ausgenutzt werden. Bei Online-Kriminellen besonders beliebt sind Adobe Reader, Java, Flash, verschiedene Windows-Komponenten und der Internet Explorer. Zu den anfälligen Windows-Komponenten zählt vor allem das Hilfesystem in Windows XP, das eine von Microsoft bereits vor zwei Jahren gestopfte Sicherheitslücke aufweist, sofern das Sicherheits-Update aus dem Security Bulletin MS10-042 nicht installiert ist.Bei den PC-Infektionen, die nicht über das Internet sondern lokal erfolgen, etwa über verseuchte USB-Sticks (die Disketten von heute), liegt Deutschland auf Platz 3 der am wenigsten gefährdeten Länder. Sicherer ist es laut Kaspersky Lab nur in Dänemark und Japan. Die Top 20 der in dieser Hinsicht gefährlichsten Länder liegen alle in Afrika und Asien.

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