Twitter- und Facebook-Analysen

Depressions-Vorhersage mittels Social Media

Facebook- und Twitter-Daten dienen zu Forschungen, Studien, Erhebungen & Co. US-Forscher nutzten sie jetzt für die Vorhersage postnataler Depressionen.

US-Forscher nutzen Social Media für die Vorhersage von Depressionen.

© Internet Magazin

US-Forscher nutzen Social Media für die Vorhersage von Depressionen.

Viele Frauen erleiden nach der Geburt eines Kindes eine sogenannte postnatale Depression. Etwa 15 Prozent aller jungen Mütter sind - in unterschiedlicher Schwere und Ausprägung - davon betroffen. Amerikanische Forscher haben jetzt die Postings von Schwangeren auf Facebook, Twitter und anderen sozialen Netzwerken analysiert und können aufgrund dieser Daten mit einer 70-prozentiger Trefferquote voraussagen, wen die Depression nach der Geburt ereilen wird.

Untersucht wurde dazu, "was die Betroffenen in den Netzwerken schreiben und welche Stimmung sie dadurch ausdrücken, wie oft sie sich äußern und mit wie vielen Menschen sie über die Netzwerke kommunizieren", erläuterte der Forscher Eric Horvitz auf einer Tagung des größten US-Wissenschafsverbands AAAS in Chicago. Horvitz ist Direktor der Microsoft Research in Redmont. 

Ausgewertet wurden öffentlich zugängliche Twitter-Daten von etwa 3000 Müttern. Für die Facebook-Auswertungen erklärten sich "mehrere Dutzend Mütter" bereit - eine genaue Anzahl wurde nicht genannt - und öffneten ihren Account für den Zugriff der Forscher. Die Daten wurden drei Monate vor und drei Monate nach der Geburt erhoben. Die Trefferquote der Depressions-Vorhersage konnte allerdings nur bei den Facebook-Analysen überprüft werden, da hier die Frauen im Rahmen der Studie entsprechende Rückmeldung geben konnten.

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