Facebook, Twitter & Co gesperrt

Tor - Anstieg der Nutzer im Irak um ein Zehnfaches

Die irakische Regierung zensiert das Internet. Die Reaktion ist ein zehnfacher Anstieg des Tor Browsers, um gesperrte Seiten wie Facebook zu erreichen.

Es gibt einen zehnfachen Nutzer-Anstieg des Tor-Browsers im Irak.

© Tor Project

Es gibt einen zehnfachen Nutzer-Anstieg des Tor-Browsers im Irak.

Da die Regierung von Irak einen Großteil des Internets zensiert, nutzen die Iraker Anonymisierungs-Technologien wie den Browser von Tor. Laut einer Statistik von Daily Dot ist die Nutzung um ein Zehnfaches angestiegen.

In den vergangenen fünf Tagen ist die Anzahl der aktiven Nutzer um 10.000 gestiegen. Zu den bekannten Seiten, die gesperrt wurden, gehören Facebook, Google, Twitter und E-Mail-Dienste. Unruhen und Kämpfe durch die Dschihadistengruppe Islamischer Staat im Irak und in Großsyrien (ISIS) sind der Grund für die Zensur.

Download: Tor Browser Bundle

Mustafa Al-Bassam, ehemaliges Mitglied der Hackergruppe LulzSec, hat eine Webseite in arabischer Sprache entwickelt, die die Technologie von Tor erklärt. Die Iraker können mit Hilfe dieser Seite den Browser auf ihren Rechnern einrichten.

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