Nach LinkedIn-Hack

Facebook und Netflix setzen Passwörter zurück

Als Reaktion auf kürzlich veröffentlichte Datensätze von LinkedIn setzen Netflix und Facebook jetzt die Passwörter ihrer Mitglieder zurück.

Passwort

© Fotolia

Online-Sicherheit wird derzeit großgeschrieben.

Viele Menschen verwenden dieselben Zugangsdaten für mehrere Social-Media-Websites und Online-Dienste. So übernahmen Hacker beispielsweise am Wochenende mehrere Seiten von Facebook-CEO Marc Zuckerberg. Offenbar verwendete er oft dasselbe Passwort wie auf LinkedIn. Dies posteten die Hacker auf einer von Zuckerbergs Seiten.

Bereits im Jahr 2012 wurde das BusinessNetzwerk LinkedIn gehackt. Damals erbeuteten die Cyberkriminellen über 117 Millionen Nutzerdaten, wie Namen, Position im Unternehmen und Passwörter. Vor einigen Wochen wurden Daten veröffentlicht, die offenbar aus dem Vorfall von vor vier Jahren stammen. Auch die Netzwerke Myspace und Tumblr hatten in letzter Zeit einen Hackangriff zu beklagen. Von den beiden letztgenannten Netzwerken kursieren derzeit über 400 Millionen Nutzerdaten im Internet.

Lesetipp: Die Gefahren geklauter Datensätze

Um weiteren, ähnlichen Vorfällen vorzubeugen, haben jetzt Facebook und der Streaming Dienst Netflix begonnen, die Passwörter ihrer Nutzer zurückzusetzen. Beide Unternehmen fürchten, dass sich unberechtigte Personen mit fremden Zugangsdaten in die Profile der Nutzer einloggen.

Lesetipp: So erstellen Sie ein sicheres Passwort!

Wie der Sicherheitsblogger Brian Krebs berichtet, verschickt Netflix derzeit eine E-Mail an seine Kunden. In dieser wird  ihnen mitgeteilt, dass ihr Passwort zurückgesetzt wurde. das Unternehmen  begründet dies mit einem Hinweis auf die kürzlich veröffentlichten Daten.

Eine vergleichbare Meldung bekommen derzeit einige Facebook-Nutzer. Um Zugang zu ihrem Account zu erhalten, müssen sie erst einige Fragen beantworten und daraufhin ein neues Passwort hinterlegen. Ob und wann auch Nutzer hierzulande betroffen sind, bleibt abzuwarten.

Mehr zum Thema

Screenshot Keylogger
Überwachung der Tastatureingaben stoppen

Schluss mit Tastatur-Überwachung! Wir erklären, wie Sie problematische Tools aufspüren.
Der US Secret Service warnt vor Keyloggern auf kompromittierten Hotel-Rechnern.
Spionage-Tools aussperren

Keylogger zeichnen unbemerkt Ihre Tastatureingaben auf. So schützen Sie sich vor den Spionage-Tools.
Screenshot Twitter
Sicherheit

Derzeit werden gefälschte Rechnungen verschickt, die gefährliche Dateien im Anhang haben. Die Cyberkriminelle nutzen echte Daten aus dem…
Ransomware Locky
Ransomware

Der Erpressungs-Trojaner Locky lauert nun in gefälschten Provider-Mails, die vor Spam warnen sollen. Neue Dateiendungen erschweren dazu eine…
Netzsieger: Malware-Statistik
Infografik

Eine Infografik von Netzsieger bringt Sie auf den aktuellen Stand rund um Malware in Deutschland. Wie verseucht ist unsere Hardware? Riskieren Sie…