Kasse machen mit Fans

Facebook testet Gebühren für Mails an Prominente

Ein Geburtstagsgruß an Jessica Alba oder Kritik am nächsten Justin Bieber-Erzeugnis: Wer Promis bei Facebook Nachrichten schicken will, soll künftig bis zu 15 US-Dollar zahlen. Facebook testet derzeit gebührenpflichtige Mails an Stars.

Nachrichten an Promis sollen künftig bis zu 15 Euro kosten.

© Screenshot: WEKA; facebook.com/JessicaAlba

Nachrichten an Promis sollen künftig bis zu 15 Euro kosten.

Facebook testet derzeit in Großbritannien ein neues Mail-System, das Nutzer zur Kasse bittet. Konkret sollen etwa Fans von Promis die Möglichkeit erhalten, ihre Stars und Sternchen tatsächlich per Facebook-Message zu erreichen. In der Regel werden Nachrichten von Kontakten aussortiert, die sich nicht auf der Freundesliste des jeweiligen Empfängers befinden. Sie landen im Ordner "Sonstiges" anstelle des normalen Hauptpostfachs und finden dort für gewöhnlich keine Beachtung.

Die Kosten für eine Nachricht sollen laut Berichten der britischen Zeitung "The Sunday Times" bei bis zu zehn Pfund liegen. Das entspräche 11,74 Euro oder 15,31 US-Dollar. Dabei soll es sich bereits um den Höchstbetrag handeln, der jedoch je nach Empfänger niedriger sein kann. So sollen Stars mit weniger Facebook-Anhängern günstiger zu erreichen sein. Das heißt: Umso bekannter der Star, desto teurer ist es, ihn anzuschreiben.

Das System soll laut Facebook den Spam verhindern, dem Promis in der Regel trotz vorhandener Filter ausgesetzt sind. Die Kostenhürde könnte den Großteil der Absender abschrecken. Kritik gibt es indes am Empfänger des zu bezahlenden Geldes: Dieser ist allein Facebook. Die adressierten Stars hätten also nichts davon. Facebook testet in den USA bereits ein ähnliches System. Nachrichten an "Nicht-Freunde" werden bei einer begrenzten Menge an Testern mit einem US-Dollar Gebühr versehen. Details gibt es in der Meldung zur 1-Dollar-Facebook-Mail auf pc-magazin.de.

Das neue System, sollte es in Zukunft tatsächlich eingeführt werden, soll nicht nur Spam bei Promis seitens Fans verhindern. Die Allgemeinheit könnte so auch weniger unerwünschte Werbe-Mails bekommen. Denn einen nicht zu vernachlässigenden Prozentteil am "Erfolg" der Werbe-Mails hat die Tatsache, dass die üblichen Wege kostenlos sind: E-Mails. Den Bericht der "The SundayTimes" lesen Sie hier.

Wäre Ihnen eine Nachricht an Ihren Lieblingsstar bis zu zwölf Euro wert? Verraten Sie es uns auf der Facebook-Seite vom PC Magazin oder auf der Facebook-Seite von PCgo. Bedenken Sie, dass eine solche Mail zwar im Hauptpostfach der Promis landen würde, eine persönliche Antwort vom jeweiligen Schwarm werden sich Fans so allerdings wohl kaum erkaufen können.

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