Facebook

Kooperation mit Farmville-Macher Zynga gelöst

Facebook hat die zweijährige Kooperation mit Farmville-Macher Zynga gelöst. Facebook darf theoretisch nun eigene Spiele entwickeln, das finanziell angeschlagene Studio ist dafür nicht mehr vom Social Network abhängig.

Facebook hat die Kooperation mit Farmville-Hersteller Zynga gelöst.

© Zynga

Social-Games wie "Farmville 2" bieten laut einer Studie eine äußerst schlechte Verweildauer.

Facebook löst sich nach zwei Jahren von Zynga. Das geht aus Unterlagen der US-Börsenaufsicht hervor, die am gestrigen Donnerstag, den 29. November 2012, veröffentlicht wurden. Theoretisch kann Facebook nun eigene Spiele entwickeln, streitet etwaige Pläne jedoch ab. Zynga darf derweilen die Facebook-Werbung in den eigenen Spielen ausblenden und anderweitige Werbepartner einspannen. Während der Wert von Facebook stetig stieg, bekam Zynga finanzielle Probleme und musste sich zuletzt von 150 Mitarbeitern trennen. Insgesamt arbeiteten fast 3.200 Menschen für das Studio.

Mit Spielehits wie Farmville (rund 80 Millionen monatlich aktive Spieler zu Spitzenzeiten) wurde Zynga mit Hilfe von Facebook berühmt, hat jedoch im vergangenen Quartal Verluste hinnehmen müssen und Sparmaßnahmen ergreifen müssen. Eine Niederlassung in Boston musste geschlossen werden. Außerdem strich Zynga 13 Spiele aus dem Programm und kürzte das Budget für das Projekt "The Ville", von dem sich Zynga einiges versprach. Aktuell versucht das Unternehmen Fuß im Glücksspielsektor etwa mit Online-Poker oder Roulette zu fassen.

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