Satelliten und Lasertechnologie

Facebook plant weltweit Internetzugänge via Drohnen

Facebook-Chef Mark Zuckerberg teilte am Donnerstag mit, dass er Experten der NASA für sein Connectivity Lab gewinnen konnte. Das große Ziel des Projekts sei es, Internet via Drohnen auch in entlegene Gebiete mit geringer Einwohnerdichte zu bringen.

Das Projekt des Facebook-Chefs: Internet überall via Drohnen.

© Screenshot: WEKA; youtube.com/watch?v=EMwzdYN2v2U

Das Projekt des Facebook-Chefs: Internet überall via Drohnen.

Facebook will weltweit Internetzugänge via Drohnen möglich machen. Satelliten sollen für einwohnerschwache Regionen eingesetzt  werden, Drohnen hingegen könnten suburbane Gebiete bedienen, so Yael Maguire, Leiter des Facebook Connectivity Labs. Die verschiedenen Technologien würde man per Laser verbinden.  Unter der Initiative Internet.org will Zuckerberg Unternehmen vereinen, die an einem allgemein zugänglichen Internet arbeiten.

Mark Zuckerbergs Pläne mit Internet.org

Facebook hat zur Realisierung der Pläne ein britisches Unternehmen namens Ascenta gekauft, das solargetriebene Drohnen entwickelt. Zuvor wurde bereits spekuliert, dass Facebook den größeren Drohnen-Hersteller Titan Aerospace kaufen wolle. Wie die Drohne letztlich aussehen soll, zeigt ein Video der Internetseite internet.org.

Kosten und Wettbewerb

Damit könnte an jedem Ort auf der Welt Internet abrufbar werden, allem voran etwa Wetterdienste, Wikipedia, Landkarten und Social Media. Beim jüngsten Branchentreff Mobile World Congress in Barcelona Anfang März warb Zuckerberg für sein Projekt, bekam jedoch skeptische Antworten bezüglich der hohen Kosten für den Ausbau des globalen Online-Netzwerkes. Das IT-Portal heise online vermutet hier eine demonstrative Setzung, Facebook werde die globale Vernetzung auch im Alleingang durchführen.Das Projekt von Facebook erinnert denn auch stark an das von Google ins Leben gerufene Projekt "Loon". Dasselbe Ziel soll hierbei allerdings mittels riesiger Ballons, auf denen Antennen installiert sind, erreicht werden.

Facebooks Agenda

Der übersättigte Online-Markt in Europa und den USA sowie das mehr als gut ausgebaute Netzwerk in Südostasien bieten jedenfalls keine Wachstumschancen mehr für Facebook. Neue Mitglieder und ein weiterer finanzieller Zuwachs des Social-Media-Giganten kann nur durch die zwei Drittel der Weltbevölkerung, die noch nicht im Internet ist (Schätzung von Facebook), gewährleistet werden.

All of Us

Quelle: Internet.org
1:12 min

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