Facebook-Datenschutz

Sammelklage gegen Facebook - 12.000 Aktivisten dabei

Der Facebook-Datenschutz gerät häufig ins Visier der Kritik. Für eine Sammelklage haben sich nun mehr als 12.000 österreichische Aktivisten zusammengefunden.

Datenschutz: 12.000 österreichische Aktivisten reichen Klage gegen Facebook ein.

© Hersteller/Archiv

Datenschutz: 12.000 österreichische Aktivisten reichen Klage gegen Facebook ein.

Facebook-Datenschutz vor Gericht: Mehr als 12.000 österreichische Aktivisten reichen Sammelklage beim Handelsgericht Wien ein. Die Gruppe wirft dem sozialen Netzwerk nach EU-Recht ungültige Bestimmungen zur Verwendung von Nutzerdaten vor.

Zudem würden viele Daten "hinter dem Rücken" erhoben. Facebook erklärte sich bereits häufiger in diesen Angelegenheiten: Man würde sich stets an geltendes Recht halten und keinen Verstoß gegen Datenschutzbestimmungen begehen.

Der Initiator der Aktion, Max Schrems, zeigte sich der dpa gegenüber überrascht vom positiven Feedback. Die 12.000 Mitstreiter seien "sehr viel mehr, als wir erwartet haben", so Schrems. Eingeklagt werden soll ein symbolischer Schadensersatz von 500 Euro pro Teilnehmer.

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Teilnehmen kann jeder erwachsene und private Facebook-User, der nicht in den USA oder Kanada wohnhaft ist. Facebook-Nutzer aus Nordamerika sind vertraglich an Facebook in den USA gebunden, während Europäer durch Anmeldung im Social Network einen Vertrag mit Facebook Irland abschließen. Dort liegt der Europasitz Facebooks, gegen den sich die Klage richtet.

Berichten zufolge sollen viele Nutzer auch aus Deutschland kommen. Wer sich der Sammelklage nun ebenfalls anschließen möchte, muss sich mit dem eigenen Facebook-Account auf der Website Europe v Facebook einloggen. Der Login via Facebook-Konto ist obligatorisch: ein notwendiger Nachweis, dass die Teilnehmer im Besitz eines Facebook-Accounts sind. Schrems rechnet mit einem Verhandlungsbeginn gegen Ende des Jahres.

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