Kündigungsgrund

Beschimpfungen auf Facebook können zu Entlassung führen

Beiträge, in denen negativ über den Arbeitgeber geschrieben wird, stellen einen Kündigungsgrund dar. Darauf wiesen Fachanwälte auf einer Veranstaltung des Essener Unternehmerverbandes hin.

Manche Beiträge auf Facebook stellen einen Kündigungsgrund dar.

© WEKA

Manche Beiträge auf Facebook stellen einen Kündigungsgrund dar.

Wer über Facebook seinen Arbeitgeber beschimpft, muss mit einer Entlassung rechnen. Sogar für diejenigen, die nur auf den "Gefällt mir"-Klick gedrückt haben, führte dies schon zu zahlreichen Kündigungen. Entsprechende Arbeitgeber wurden dabei unter anderem als "Menschenschinder" und "Ausbeuter" bezeichnet.

So auch in einem Fall aus Düsseldorf: Hier wurden zehn Feuerwehrmänner suspendiert und dann abgemahnt, weil sie bei dem Beitrag eines Kollegen auf "Gefällt mir" geklickt hatten. In diesem Beitrag wurde der Oberbürgermeister beschimpft, dass er die unbezahlten Überstunden der Feuerwehrmänner nur zu schätzen wisse, wenn sein eigenes Büro brennen würde.

Vielen Nutzern sind die Konsequenzen von manchen Facebook-Einträgen nicht bewusst oder diese werden unterschätzt. Durch die Funktionen "Teilen" und "Gefällt mir" kann eine Nachricht hundert andere Nutzer oder auch die Kollegen erreichen. Dadurch verliert der Autor der Nachricht den Überblick und die Kontrolle über den Adressatenkreis.

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