Facebook-Datenschutz

Bereits 20.000 Unterstützer für Sammelklage "Europe-v-Facebook"

Die Initiative Europe-v-Facebook ist rasant gewachsen. Am 6. August wurden bereits über 20.000 Teilnehmer für die Sammelklage gegen Facebook gelistet.

Die Initiative

© Screenshot: WEKA, http://www.europe-v-facebook.org

Die Initiative "Europe-v-Facebook" erfreut sich über große Resonanz.

Die Sammelklage der Initiative "Europe-v-Facebook" scheint einen offenliegenden Nerv getroffen zu haben. Seitdem der österreichische Datenschutzaktivist Max Schrems am Freitag dazu aufgerufen hatte, sich seiner Datenschutz-Sammelklage gegen Facebook anzuschließen, haben sich jetzt über 20.000 Mitkläger gefunden. Die Sammelklage "Europe-v-Facebook" wurde, wie wir berichteten, bereits am vergangenen Donnerstag eingebracht.

Die Vorwürfe gegen Facebook betreffen den Verstoß gegen eine Vielzahl von Datenschutzbestimmungen. Unter anderem wird den Verantwortlichen nicht nur vorgeworfen, Daten hinter "dem Rücken der Nutzer" zu sammeln, sondern auch die NSA bei Überwachungsprogrammen wie Prism unterstützt zu haben und Nutzerdaten ausgeliefert zu haben.

Die Initiative hat jetzt eine Höchstzahl von 25.000 Mitklägern gesetzt. Dies sei nötig, um den Verwaltungsaufwand bewältigen zu können, wie bei auf der Website von Europe-v-Facebook erklärt wird. Weitere FAQs und Einzelheiten zum Vorgehen und zur Begründung der Klage kann man auf fbclaim.com nachlesen. Unter anderem wird ein "symbolischer Schadensersatz" von 500 Euro pro Teilnehmer gefordert, weswegen auch nur Facebook-User sich der Klage anschließen können.

Schrems ist schon länger als Facebook-Kritiker bekannt. Mit seinen Eingaben und Beschwerden erreichte er unter anderem die Übergabe aller über ihn im Facebook-Netzwerk gespeicherten Daten. Die neue Klage wurde allerdings nicht am europäischen Stammsitz Facebooks in Irland, sondern beim Handelsgericht Wien eingereicht. Damit sind alle europäischen Facebook-User klageberechtigt.

Das Echo auf die Aktion überraschte den Initiator selbst. Dabei ginge es den Teilnehmern der Aktion nicht primär um das Geld, wie Schrems vor der Nachrichtenagentur Reuters erklärte. Einige spenden sogar Geld, um "in der Sache voran zu kommen".

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