Sicherheit

EU fordert hohe Strafen für IT-Schlamperei in Firmen

Der Innenausschuss des Europaparlaments befindet morgen über teils empfindliche Strafen für Firmen, die es bei der IT-Sicherheit an der nötigen Sorgfalt fehlen lassen.

EU fordert hohe Strafen für IT-Schlamperei in Firmen

© Wolfgang Nefzger

EU fordert hohe Strafen für IT-Schlamperei in Firmen

Aufgrund rasant steigender Zahlen bei der Cyberkriminalität sieht sich die Europäische Union jetzt im Zugzwang. Sie will verbindliche Richtlinien für die IT-Sicherheit in Unternehmen vorschreiben und bei Zuwiderhandlung mit empfindlichen Strafen belegen.Laut einem Bericht von Welt-Online solle es künftig Pflicht sein, Angriffe auf Firmennetze anzuzeigen. Der Textvorschlag der Kommission formuliert weiterhin: Sollte ein Unternehmen es unterlassen, einen angemessenen Schutz für ihm anvertraute Daten zu gewährleisten und entsteht aus einem Angriff beträchtlicher Schaden, sollen Mitgliedsländer der EU "abschreckende Sanktionen ergreifen" und das Unternehmen "strafrechtlich belangen können"Leider sind laut einer Erhebung des IT-Branchenverbands Bitkom viele Unternehmen schlecht auf Angriffe von Cyberkriminellen vorbereitet. Nach einem Vorfall scheue weiterhin ein Viertel der Unternehmen die Zusammenarbeit mit der Polizei aus Furcht vor negativer Publicity. Der Vorschlagstext meint dazu: "Mitgliedstaaten sollen eine Liste möglicher Fälle definieren, bei denen die Verweigerung der Zusammenarbeit selbst kriminelles Verhalten darstellt".Diese Missstände will die EU beseitigen und scheut nicht davor zurück, Strafen von bis zu 2 Prozent des Umsatzes zu fordern. Zukünftig müsse auch das Konzept des Schutzes von Daten neu überdacht werden. Ganze Netze zu schützen sei ein verlorener Kampf, wie die Angriffe auf Sony im letzten Jahr belegen. Kriminelle gehen auch immer mehr gezielt auf bestimmte sensible Netzbereiche los, in denen sie gewinnbringende Daten vermuten. Symantec-Vice-President Andreas Zeitler meint dazu, sensible Daten müssten gezielter als bisher z.B. durch wirksame Verschlüsselungen geschützt werden.

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