Präzisions-Werkzeuge

Eingabegeräte für Gamer

Wer ärgert sich nicht über unsaubere und gespenstische Zeigerbewegungen, wenn er in einer kritischen Spielsituation sein Ziel ganz knapp verfehlt? Dies dürfte jedem Zocker bekannt sein. Spezielle Gamer-Eingabegeräte versprechen Besserung.

Spielsachen für Gamer

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Eingabegeräte für PC-Spieler

Mäuse für Gamer

Wer ärgert sich nicht über unsaubere und gespenstische Zeigerbewegungen, wenn er in einer kritischen Spielsituation sein Ziel ganz knapp verfehlt? Dies dürfte jedem Zocker bekannt sein. Spezielle Gamer-Eingabegeräte versprechen Besserung.

Die Games Convention verzeichnet jährlich neue Besucher- und Ausstellerrekorde und beweisst, dass der E-Sport keine Freizeitbeschäftigung einiger Kontaktgestörter ist. Überall wird gezockt und gedaddelt, was die Hardware und das Durchhaltevermögen der Spieler hergibt. Alleine beim Spiel World of Warcraft kommen (nur bei den von Xfire erfassten Spielern) täglich 8 Millionen Mannminuten zusammen. Dieser Markt ist auch den Hardware-Herstellern nicht verborgen geblieben. Wurde man vor wenigen Jahren noch milde belächelt, wenn man seine Maus mit Gewichten versah oder ein "über"-großes Mauspad verwendete, gehört dies heute bei Spielern zum guten Ton und die Hersteller bedienen diese Ansprüche gerne.

Eingabegeräte für Gamer haben sich dabei immer mehr in Richtung Hochpräzisionswerkzeug gemausert. Wobei diese Geräte natürlich auch für gewöhnliche Office-Aufgaben zu gebrauchen sein müssen. Ob dieser Spagat gelingt und aktuelle Gaming-Eingabegeräte dem selbst gestellten Anspruch gerecht werden, wollten wir überprüfen.

Razer Diamondback 3D

Bissig - Die offizielle Maus der World Cyber Games 2004, die Razer Diamondback, ist wieder zurück und wurde mit einem neuen Innenleben ausgestattet. Razer hat dem Nager einen neuen hochpräzisen Infrarotsensor verpasst, der sich 3G Infrared Sensor nennt. Dieser soll 2,25-mal so genau sein wie ein herkömmlicher 800-dpi-Sensor. Dadurch ergibt sich punktgenaues Zielen und eine hohe Geschwindigkeit. Dieser theoretische Wert spiegelt sich auch in der Praxis wieder.

Unsaubere oder zerhackte Bewegungen konnten wir im Test nicht verzeichnen. Die Diamond Back 3G verfügt über eine Abtastrate von 1800 dpi und ermöglicht so beschleunigungsraten von bis zu 15 G bevor der Mauszeiger wegkippt. Die sechs Tasten lassen sich mühelos betätigen, der Taster unter dem Scrollrad verfügt über den optimalen Anpressdruck. Das geringe Gewicht der Diamondback ermöglicht ein angenehmes Arbeiten, da im Vergleich zu schwereren Mäusen weniger Kraftaufwand erforderlich ist. Die Maus ist sehr flach und daher auch bei längeren Spiele-Sitzungen angenehm zu bedienen.

Genius Navigator 535

Fliegengewicht - Die Maus von Genius verfügt über einen hochauflösenden 2000-dpi-Laser. Bis zu 7080 Bilder pro Sekunde kann er verarbeiten und bleibt selbst bei Beschleunigungen von 20 G präzise. Im Inneren pollt die Maus mit Abtastraten von bis zu 1000 Hz. Sieben programmierbare Tasten sowie ein dpi-Umschalter schmücken diesen Nager. Über den Game-Profil-Button greifen Nutzer auf voreingestellte Belegungen zurück. Die Maus liegt sehr gut in der Hand. Allerdings ist der Tastenhub etwas träge. Auch ist die Verarbeitung nicht mit einer Logitech zu vergleichen, dafür kostet sie aber nur ein Drittel.

Logitech G5

Fraggen in blau - Bei der G5 handelt sich es genau genommen um eine umlackierte Logitech G5 Laser Mouse. Wie bei der Razer Lachesis lässt sich die Empfindlichkeit per Knopfdruck im laufenden Spiel einstellen. Die Maus liegt sehr gut in der Hand und der Tastenhub ist sehr kurz. Schade ist jedoch das nervöse Scrollrad: In der Hitze des Gefechts kann es passieren, dass zwei Aktionen durchführt werden, obwohl man nur eine wollte. Wer seine Maus gerne schwer hat, kann die Logitech G5 mit zusätzlichen Gewichten bestücken und die Masse so individuell einstellen. Leider ist die Maus nur für Rechtshänder gedacht.

Razer Lachesis

Tötlich - Kein Beutetier, sondern einen giftigen Jäger hat Razer entwickelt. Die "Lachesis" (eine Viper aus Südamerika) kombiniert, vom Aussehen her, die Boomslang mit der Diamondback. Ausgestattet wird sie mit einer besonders präzisen Steuerung. Sie nutzt eine Datenübertragung mit 16 Bit und setzt auf einen Laser-Sensor mit 4000 dpi. Wie die G9 von Logitech lässt sich die Empfindlichkeit per Knopfdruck im laufenden Spiel einstellen. Besonders Spieler profitieren von diesen Eigenschaften, da sich das Ziel durch geringere Bewegungen schneller erfassen lässt.

Neben zwei Haupt- und der Scrollrad-Taste bietet die Lachesis jeweils zwei Tasten an beiden Seiten sowie auf dem Mausrücken hinter dem Scrollrad. Alle neun Hyperresponse Tasten sind gut erreichbar und können individuell belegt werden. Die Belegungen lassen sich als Profile im 32 KByte großen Razer Synapse Onboard Speicher speichern und per Schalter auswählen. Zudem verfügt die Lachesis über einen Always-On Mode sowie 1000 Hz Ultrapolling mit einer 1 ms Antwortzeit. Die Maus liegt etwas klobiger in der Hand als die Diamondback 3G, allerdings ist sie spürbar präziser und die Mausbewegungen wirken glatter. Wer seinerzeit die Boomslang liebte, wird diese Maus genauso lieben.

Logitech G9

Kompakt Fragger - Komisch sieht die neue Logitech-Maus schon aus. Jedoch soll dies dem Wunsch von Hardcore-Zockern entsprungen sein. Die kabelgebundene G9 fällt besonders durch die kompakte/kurze Bauform auf, die sich beim ersten Griff etwas unbequem und seltsam anfühlt. Nach ein paar Stunden spielen konnten wir uns zwar damit anfreunden, aber trotzdem hätten der Maus unserer Meinung nach ein paar mehr Zentimeter nicht geschadet.

Dafür sind die inneren Werte eindrucksvoll: Die 3200-dpi-Laser-Engine mit Full-speed USB (1000 Signale/Sek.) sorgt für unglaubliche Präzision in jedem Spiel. Sollte man eine schwere Maus bevorzugen, kann die G9 mittels Gewichtsmagazin schwerer gemacht werden. Dafür stehen acht Gewichte zur Verfügung, von denen bis zu vier Stück (insgesamt max. 28 g) unter der Oberschale verstaut werden können. Zusätzlich lässt sich der Sensor von 200 bis 3200 dpi per Wippschalter einstellen.

Gerade Spieler sind bei der Wahl des Obermaterials sehr wählerisch, weshalb bei der Logitech G9 die Schale gewechselt werden kann. In der Grundausstattung legt Logitech eine harte und eine gummierte Schale bei.

Zykon Z1

Griffig - Die Zykon Z1 wurde für Rechtshänder entwickelt. Der ausgeprägte Linksschwung am Ende des Maus-Hecks ist jedoch auch für Rechtshänder gewöhnungsbedürftig. Es fehlt eine Aussparung auf der rechten Seite und somit ist es im Eifer des Gefechts schwieriger, die Maus schnell aufzuheben und zu versetzen. Sehr angenehm fallen die beiden Haupttasten auf.

Sie sind mit einem griffigen Belag gummiert und klappern nicht. Darüber hinaus verfügen die Tasten über einen präzisen Druckpunkt bei einem kaum wahrnehmbaren Klickgeräusch. Weniger positiv ist das orange beleuchtete Mausrad. Der Klick ist laut und die Rasterung ist etwas zu schwammig.

Revoltec Fight Mouse Advanced

Getuned - Mit der Fight Mouse Advanced bekommen Sie eine Gaming-Mouse mit Untergrundbeleuchtung, die von mehreren blauen LEDs unter der Bauchseite herrührt. Eine Auflösung von 2000 dpi und eine Abtastrate von 6,4 Megapixel stehen auf der Technik-Seite. Wie bei der Microsoft Sidewinder sind auswechselbare Gewichte von 10, 15 und 20 Gramm im Lieferumfang enthalten. Scheibenweise lassen sich die Gewichte je nach Belieben in die Maus setzen. Die Maus ist allerdings sehr klobig und das Gleitverhalten nicht optimal.

Microsoft Sidewinder

Giftig - Mit Sidewinder lässt Microsoft seine Marke für Spiel-Controller wieder auferstehen, nachdem das Controllersegment 2003 aufgegeben wurde. Wie die G5 von Logitech kommt die Sidewinder mit einem Gewichtssystem, um die Maus anpassen zu können. Insgesamt 35 Gramm solcher Gewichte liegen bei. Zudem können die Maus-Füße (ohne kleben) ausgetauscht werden, wobei drei Materialien mit unterschiedlichen Gleiteigenschaften zur Verfügung stehen. Im Gegensatz zu Logitech, Genius und Razer wird die Sidewinder nur mit 500 MHz gepollt. Dies soll laut Microsoft völlig ausreichen.

Anders als bei der Konkurrenz sind die seitlichen Tasten bei der Sidewinder horizontal angebracht und aus Aluminium. In der Praxis lassen sie sich leichter betätigen als andere. Der Tastenhub ist ebenfalls optimal, allerdings ist die Sidewinder etwas zu klobig. Das Alu-Scrollrad ist mit einer geriffelten Oberfläche versehen. Was auf den ersten Blick günstig erscheint, schmerzt auf die Dauer. Arbeitet oder spieltman nämlich länger damit, reibt dies die Haut an den Fingerspitzen ab. Ein kleines OLED schmückt die linke Seite und signalisiert die eingestellte Auflösung und Macroaufzeichnungen. Kleine Zugabe: Im Lieferumfang ist ein kabelfixierer enthalten. Der kleine, schwere Kasten verhindert, dass das Kabel hinter den Schreibtisch rutscht.

Bildergalerie

Gamingmaus: Logitech G9
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Computer:Drucker

Logitech G9
Gamingmäuse: Razer Diamondback 3D

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Razer Diamondback 3D
Gamingmäuse: Genius Navigator 535

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Genius Navigator 535
Gamingmäuse: Logitech G5

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Fraggen in blau: Logitech G5
Gamingmaus: Razer Lachesis

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Razer Lachesis
Gamingmaus: Logitech G9

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Logitech G9
Gamingmaus: Zykon Z1

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Zykon Z1
Gamingmaus: Revoltek Fight Advanced

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Revoltec Fight Mouse Advanced
Gamingmaus: Microsoft Sidewinder

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Microsoft Sidewinder

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