Blockbuster über Whistleblower-Affäre

Edward Snowden-Film: Oliver Stone wagt sich an den NSA-Skandal

Whistleblower Edward Snowden bekommt seinen eigenen Biopic basierend auf dem Buch "The Snowden Files" von Guardian-Journalist Luke Harding. Für die Regie zeichnet sich kein geringerer als Oliver Stone verantwortlich, der schon früher mit politischen Filmen Aufsehen erregte.

Whistleblower

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Oscar-Preisträger Oliver Stone verfilmt "eine der größten Geschichten unserer Zeit".

Oliver Stone traut sich und plant eine Verfilmung der Geschichte um den Whistleblower und ehemaligen NSA-Mitarbeiter Edward Snowden. Als Vorlage soll das Buch "The Snowden Files" dienen, das Anfang 2014 erschien. Der Verfasser, Guardian-Reporter Luke Harding, wird Stone beim Entstehungsprozess des Films als Berater zur Seite stehen.

Dass sich gerade Oliver Stone an den brisanten NSA-Stoff wagt, kommt dabei wenig überraschend: Der Spionage-Skandal, den der preisgekrönte Regisseur in einem Bericht des Guardian als "eine der größten Geschichten unserer Zeit" bezeichnet, reiht sich nahtlos in die Filmografie des dreifachen Oscar-Preisträgers ein. 

Neben seinen beiden Wallstreet-Filmen versuchte sich der gebürtige New Yorker unter anderem an zwei Biopics über die ehemaligen US-Präsidenten Richard Nixon und George W. Bush, widmete sich in "World Trade Center" dem 9/11-Drama und führte bei einem Film Regie, der sich mit dem Attentat auf John F. Kennedy auseinandersetzt.

Mit seinem geplanten Enthüllungs-Thriller zeigt der Filmemacher erneut, dass er keine Scheu davor hat, den Finger in die Wunde der amerikanischen Seele zu legen. Die Dreharbeiten zu dem Blockbuster, dessen Handlung sich stark an Hardings Buchvorlage orientieren soll, werden wohl noch in diesem Jahr beginnen.

In einem Artikel der Huffington Post taucht ein Stone-Zitat auf, in dem dieser Snowden als einen "Helden" bezeichnet, der "Geheimnisse aufgedeckt habe, die wir alle kennen sollten und die beweisen, dass sich die Vereinigten Staaten mehrmals über den vierten Verfassungszusatz [Schutz der individuellen Privatsphäre] hinweggesetzt" haben.

Für Kontroverse dürfte also schon im Vorfeld des Films gesorgt sein. Nichts Neues für den Fidel Castro-Sympathisanten, der sich seinen Ruf als chronisches Gewissen Hollywoods in über 30 Jahren hart erarbeitet hat.

Tipp: Wer wissen möchte, wie die NSA sämtliche Sicherheits-Technologien zu umgehen versucht, sollte sich unbedingt unseren Bericht NSA vs. VPN & Verschlüsselung ansehen.

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