US-Großbuchhändler Barnes & Nobles mit eigenem EBook-Reader Nook

E-Book-Reader: Barnes & Nobles stellt Kindle-Herausforderer vor - "Nook"

Der US-amerikanische Buchhändler Barnes & Noble hat am Dienstag (Ortszeit) seinen eigenen E-Book-Reader vorgestellt. Das Gerät namens Nook wird von Marktbeobachtern als Kindle-Herausforderer gehandelt.

Nook E-Book-Reader von Barnes & Nobles

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E-Book-Reader "Nook" von Barnes & Nobles

Laut der Buchhandelskette ist Nook der erste E-Book-Reader, der es seinen Nutzern erlaubt, Bücher untereinander zu verleihen. Zudem verfügt das Gerät über eine vielzahl von Verbindungs-Anschlüssen, dazu zählen UMTS und WiFi. Mit letzterem sollen Anwender in Buchhandlungen vor Ort in kompletten digitalen Büchern stöbern können. Eine Technik namens "Reading Now" soll es Nook-Anwendern erlauben, auch via iPhone, PC oder Mac in ihrer elektronischen Bibliothek lesen zu können, so dass das Schmökern auch weitergehen kann, wenn der Reader einmal vergessen wurde.

Nook ist laut Barnes & Nobles das erste Gerät, das auf dem Google-Betriebssystem Android basiert. Zudem verfügt es über einen Farb-Touchscreen für die Navigation. Für die Seitenanzeige greift das Gerät wie seine Konkurrenten auf ein E-Ink Display zurück, das noch keine Farbdarstellung beherrscht. Die Verbindung zum Herunterladen von E-Books soll für die Kunden kostenlos sein. Dies gelte sowohl für Verbindungen via UMTS, der von der US-amerikanischen Telefongesellschaft AT&T bereitgestellt wird, sowie für die Verbindung via WiFi in Buchhandlungen der Kette. Zudem verspricht das Unternehmen, dass Nook-Besitzern in allen 40.000 Buchläden von Barnes & Nobles bei Fragen mit der Bedienung geholfen werde.

Technische Highlights des Nook-Readers

Das am unteren Ende des Geräts eingebaute Farb-Touchdisplay erlaubt virtuelles Browsen durch Buchdeckel, surfen durch die digitale Bibliothek oder die Nutzung einer virtuellen Tastatur. Das Farbdisplay soll jeweils die Kontrollen, Navigations-Elemente und Tastaturen zur Verfügung, die der Nutzer benötigt. Mit der so genannten LendMe-Technik sollen Anwender kostenlos Bücher an Freunde verleihen können. Die Ausleihzeit ist auf jeweils 14 Tage beschränkt. Bücher können an andere Nooks, iPhones, iPod-Touch-Geräte oder BlackBerry- und Motorola-Smartphones gesendet werden. Ebenfalls erlaubt ist das Senden von Büchern an PCs und Macs. Liest ein Nutzer eines seiner Bücher auf einem anderen Gerät weiter, bleiben gemachte Änderungen bestehen. Bereits gemachte Anmerkungen auf einem Nook-Gerät sollen auch in andere Anzeige-Geräte übernommen werden. Das Nook-Lesegerät fasst bis zu 1.500 E-Books oder anderen Lese-Content. Über einen Memory-Slot lässt sich die Kapazität erweitern. Laut dem Unternehmen können Anwender auf einer 16 GB-MicroSD-Card 17.500 elektronische Bücher speichern. Nutzer können PDF-Dokumente vom Computer auf das Nook übertragen und von dort darauf zugreifen. Auch Bilder lassen sich übertragen und als Bildschirmschoner einsetzen. Das Design der Nook-Lesegeräte lässt sich personalisieren. Insgesamt stehen vier Farben zur Auswahl. Ebenfalls erhältlich ist Design-Zubehör, das von Designern wie Jack Spade, Jonathan Adler oder anderen gestaltet wurde.

Inhalte satt für Nook-Besitzer von Barnes & Nobles

Barnes & Nobles verspricht seinen Nutzern eine stetig erweiterte Buchauswahl. Von Science Fiction über Horror, Liebe und Thriller soll alles im Angebot sein. Insgesamt spricht die Buchhandelskette von über einer Million Titel. Die meisten Bestseller und Neuerseinungen sollen für nur knapp 10 US-Dollar erhältlich sein. Zusätzlich bietet die Buchhandelskette das Abonnement von 20 Tageszeitungen auf seinen E-Book-Reader an. von der "New York Times" über das "Wall Street Journal", der "Washington Post" bis zur "U.S. daily". Aber auch Magazine hat der Buchhändler bereits für das Nook im Angebot und ließ Namen wie "Forbes", "Newsweek" oder "The Nation" fallen.

Erhältlich ist das Lesegerät in den USA für knapp 260 US-Dollar. Der Buchgigant tritt mit dem Schritt in direkte Konkurrenz zum Online-Händler Amazon, der mit dem Kindle sowohl ein eigenes Gerät als auch eine große Auswahl von E-Books anbietet. Derzeit vertreibt Amazon seinen E-Book-Reader für knapp 280 US-Dollar. Der Hardware-Hersteller Spring Design hatte am Montag ebenfalls einen E-Book-Reader mit doppeltem Display auf Basis des Google-Betriebssystems Android vorgestellt. Das Gerät hört auf den Namen "Alex", und bringt neben dem "Duet Navigator" auch volle Browser-Funktionalität mit (magnus.de berichtete).

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