Telekom

DSL-Drosselung: Youtube und Co. sollen zahlen

Die Telekom drosselt nach Aufbrauchen eines Datenvolumens die Geschwindigkeit. Youtube und Co. können nun dafür zahlen, dass ihre Dienste nich auf den Verbrauch angerechnet werden.

EU-Kommissarin Kroes zur Telekom-Drosselung: Der Kunde könne sich einfach von der Telekom abwenden.

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EU-Kommissarin Kroes zur Telekom-Drosselung: Der Kunde könne sich einfach von der Telekom abwenden.

Die Drosselpläne der Deutschen Telekom betreffen alle Breitbandkunden. Nach Erreichen eines bestimmten Datenvolumens soll auf 384 Kilobit pro Sekunde abgebremst werden. Bereits im  April dieses Jahres hatte die Telekom angekündigt, dass sie Neukunden keine herkömmlichen Flatrate-Produkte mehr anbietet.

Das könnte für Content-Anbieter wie Youtube oder Musik-Streaming-Dienste eine Wettbewerbsverzerrung bedeuten, vor allem, wenn die Telekom ihre eigenen Dienste von der Volumenbemessung der Kunden ausnimmt. Dazu erklärte Telekom-Chef Niek Jan van Damme, das eigene IP-TV-Angebot Entertain sei "kein Internetdienst". Den anderen Anbietern schlage er vor, die "Angebote in Entertain zu integrieren oder neue Kooperationsmodelle zu finden. Einen Teil dieser Erlöse würden wir dann in den Netzausbau investieren können. Dann ist es auch denkbar, dass die Sendungen nicht das Datenvolumen der Nutzer verbrauchen." 

Gegen die Abschaffung der Telekom-Flatrate gibt es eine Protestpetition, die bereits 150.000 Unterzeichner vorzuweisen hat.

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