T-Systems und die Zukunft des Fernsehens

Die Zukunft des Fernsehens: Eine Glaskugelbetrachtung von T-Systems

Der traditionelle TV-Apparat soll zukünftig nicht durch das Fernsehen über das Internet (IPTV) abgelöst werden, so eine Prognose der Telekom-Tochter T-Systems. Allerdings soll es zu Veränderungen führen.

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Der traditionelle TV-Apparat wird zunächst nicht durch das Fernsehen über das Internet (IPTV) abgelöst. Das prognostiziert die Telekom-Tochter T-Systems in einem Positionspapier zur Internationalen Funkausstellung (IFA) am Freitag.

Es kommt aber zu Änderungen im Zuschauerverhalten: Spartenkanäle gewinnen neben den traditionellen Mainstream-Formaten mehr und mehr an Bedeutung, glauben die Auguren. Anstatt wie ehemals vor allem die breite Masse anzusprechen, sollen künftig die gezielte Ansprache bestimmter Nutzerinteressen sowie eine Einbeziehung des Konsumenten wichtiger werden. Zudem soll das "aktive und implizite Feedback der Nutzer" vermehrt Einfluss auf den Inhalt nehmen - nach dem Vorbild von YouTube. Lokalisierter und globalisierter Content bestimme zudem verstärkt die inhaltliche Struktur des jeweiligen Senders, hieß es.

Neues Techsprech-Wort "Quadruple Play"

Die Kanäle Internet, Fernsehen und Telefonie sowie der Mobilfunk sollen laut T-Systems peu a peu in Richtung "Quadruple Play" zusammenwachsen. Ein traditionelles Medium allein kann die Erwartungshaltung der Konsumenten nach Einschätzung der Telekom nicht länger erfüllen. Für Ende 2009 erwartet der Branchenverband Bitkom 1,2 Millionen Abonnenten für IPTV in Deutschland, im Jahr 2010 sollen es bereits 1,8 Millionen zahlende Kunden sein. Auch die auf Pay-TV-Plattformen angebotenen Spiele, Bestellungen, Gewinnspiele oder Produktprobenanforderungen sollen immer mehr Nutzer finden. Im Vergleich zu traditionellen Empfangswegen spielt das Internet allerdings auch in den kommenden Jahren nur eine untergeordnete Rolle.

Akteure im Bereich des IPTV stehen nach Meinung der T-Systems-Analysten vor der Herausforderung, ihre Geschäftsfelder hin zu Formen der "medialen Interaktion und Transaktion" umzuwandeln. Voraussetzung für diesen Prozess seien erfolgreiche Nutzen-Szenarien sowohl bei den Dienstanbietern selbst als auch bei den Anwendern. Auch die Bewertungsmöglichkeiten der Nutzer würden bei der Entwicklung neuer Formate verstärkt berücksichtigt, hieß es weiter. Mit anderen Worten: Das traditionelle Fernsehen hat ausgedient, nur mit Zwei-Wege-Kommunikation werden in Zukunft weitere nennenswerte Umsätze erzielt.

Die fünf wichtigsten Trends laut T-Systems

1. Traditionelles Fernsehen und IPTV bilden laut dem T-Systems-Orakel zukünftig ein Hybridmodell, das sich durch Interaktivität auszeichnen soll. Internet, Fernsehen und Telefonie sowie Mobilfunk würden zu einem "Quadruple Play" zusammenwachsen. 2. Spartenformate sollen vermehrt an Bedeutung gewinnen. 3. Nutzerinteressen und die Einbeziehung des Konsumenten sollen verstärkt in den Fokus treten. 4. Aktives und implizites Feedback der Nutzer sollen die Inhalte beeinflussen. 5. Lokalisierter und globalisierter Content sollen die inhaltliche Struktur des jeweiligen Senders bestimmen. Das Positionspapier "Die Zukunft des Fernsehens: Internet-TV - neue Chancen für neue Akteure" - und damit ein Plädoyer fürs IP-Fernsehen - steht im Internet zum kostenlosen Herunterladen bereit. Die Telekom betreibt mit "Entertain" ein IPTV-Paket, das derzeit rund 800.000 Konsumenten beziehen.

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