Microsoft verkalkuliert sich

Die Zahl des Tages: 6,2

6,2 Milliarden Dollar - 4,9 Millarden Euro - hat Microsoft bei dem Versuch verloren, die eigene Suchmaschine "Bing" zu stärken.

Bing mit Firefox

© Microsoft

Bing mit Firefox

Bereits 2007 hatte Microsoft für 6,3 Milliarden Dollar die Online-Werbefirma Aquantive und die Online-Marketingagentur Razorfish gekauft. So wollte der Konzern dem Rivalen Google im Geschäft mit der Online-Werbung Paroli bieten. Doch Google parierte souverän und behauptete seine beherrschende Stellung, Microsofts Suchmaschine "Bing" wurde nie zum ernsthaften Konkurrenten. In Deutschland  gehen aktuell 82 Prozent der Suchanfragen an Google und 5,9 Prozent an Bing. Bei Google kommt das Geld vor allem durch gekaufte Links bei seinen Suchergebnissen herein. Dagegen habe die Übernahme von Aquantive "das Wachstum nicht bis zu jenem Grad vorangetrieben, der erwartet worden war", erklärte Microsoft. Deshalb wird nun im Wesentlichen die Abschreibung von 6,2 Milliarden Dollar fällig. Razorfish hatte Microsoft schon 2009 abgestoßen. Von dem Milliardenzukauf bleiben nur noch einige Online-Werbesysteme, die Microsoft nach eigenen Angaben weiterhin nutzt. Der operative Verlust der Online-Service-Sparte von Microsoft lag in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres bei mehr als 1,4 Milliarden Dollar. Immerhin ist das etwas weniger als die 1,9 Milliarden Dollar im selben Zeitraum des Jahres davor. Bezahlt wird der Verlust aus den Gewinnen mit Windows und Microsoft Office - das waren 17,5 Milliarden Dollar in den letzten neun Monaten.

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