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Ausgezeichnete Forschung Vier Gewinner beim Deutschen IT-Sicherheitspreis

Die Preisträger des 4. Deutschen IT-Sicherheitspreises haben marktfähige Lösungen in den Bereichen Kryptografie, Cloud-Backup, Authentifizierung und forensische Bilderkennung entwickelt.

Vier Gewinner beim Deutschen IT-Sicherheitspreis. © Frank Ziemann, verwendete Logos: (c) Horst Görtz Stiftung, Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie
Vier Gewinner beim Deutschen IT-Sicherheitspreis.

Beim diesjährigen Deutschen IT-Sicherheitspreis hat die Jury den ersten und zweiten Preis an je zwei Forscherteams verliehen. Der Preis wird von der Horst Görtz Stiftung vergeben, die Wissenschaft und Technik in Forschung und Lehre fördert und dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die Informationssicherheit setzt. Innovation und Praxisbezug sind wichtige Kriterien für die Auswahl der Preisträger.

Die hohe Qualität der 32 eingereichten Arbeiten hat die Fachjury veranlasst, den mit 100.000 Euro dotierten ersten Preis auf zwei Forscherteams zu verteilen. Ein Team der Infineon AG wird für ein "kryptografisches Protokoll mit inhärenter Seitenkanalresistenz" auf Sicherheits-Chips ausgezeichnet. Es bietet mehr Sicherheit im Bereich e-Ticketing und wird bereits in einem offenen Standard für elektronische Fahrkartensysteme eingesetzt.

Der zweite Teil des Hauptpreises geht an das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie für die Backup-Lösung "OmniCloud". Damit können auch kleinere Unternehmen ein kostengünstiges und nutzerfreundliches Online-Backup ihrer Daten durchführen. Die Daten werden vor der Übertragung verschlüsselt und eine Art Umzugsdienst verhindert Abhängigkeiten von einem bestimmten Cloud-Anbieter.

Auch der mit 60.000 Euro dotierte zweite Preis wird in diesem Jahr geteilt. Forscher der Ruhr-Universität Bochum sowie ihre Kooperationspartner aus Frankreich und Österreich werden für ihr Authentifizierungsprotokoll "LaPIN" ausgezeichnet. Es ist effizient und platzsparend und eignet sich daher besonders für Massenanwendungen preiswerter RFID-Lösungen. Es soll so sicher sein, dass selbst mit Quantencomputern nicht geknackt werden kann.

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Die andere Hälfte des zweiten Preises erhält wiederum das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie in Darmstadt für ihre Entwicklung "ForBild". Das Verfahren für die forensische Bilderkennung orientiert sich an der menschlichen Wahrnehmung und nicht an Dateieigenschaften eines Bildes. ForBild wird etwa bei der Sichtung kinderpornografischen Materials eingesetzt, um Kriminalbeamte zeitlich und psychisch zu entlasten.

Die Jury des Deutschen IT-Sicherheitspreises besteht aus anerkannten IT-Sicherheitsfachleuten aus Wissenschaft und Wirtschaft. Die Preisverleihung fand am 29. November in der IHK Darmstadt statt. In diesem Rahmen wurde auch der "Deutsche IT-Sicherheitspreis für kleine und mittlere Unternehmen" des Darmstädter Center for Advanced Security Research Darmstadt (CASED) verliehen.

 
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