Hamburger Vulkanforscher fliegt ins All

Deutscher Astronaut Alexander Gerst fliegt zur ISS

Er wird der 11. Deutsche im All: Der deutsche Astronaut Alexander Gerst fliegt für ein knappes halbes Jahr mit seiner Crew zur Internationalen Raumstation ISS.

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst fliegt zur ISS.

© DLR

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst fliegt zur ISS.

Nach der drei jährigen Ausbildung zum Astronauten startet Alexander Gerst heute um 21.57 Uhr an Bord der Sojus-Rakete ins All. Der 38-Jährige fliegt zusammen mit dem Amerikaner Gregory Wiseman und dem russischen Kommandant Maxim Surajew vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan für rund 166 Tage zur Internationalen Raumstation ISS.

Bereits als kleiner Junge interessierte ihn der Weltraum, doch der Flug ins All war für Alexander Gerst lange nur ein Traum. Der schon bald 11. Deutsche im All studierte Geophysik in Karlsruhe und forschte über Vulkane an der Universität Hamburg. Im Rahmen seiner Doktorarbeit über den Vulkan Mount Erebus verbrachte er sechs Wochen bei minus 45 Grad Celsius in der Antarktis. Der Beruf als Astronaut war immer nur eine "Alternative im Hinterkopf", so der Wissenschaftler aus Künzelsau in Baden-Württemberg.

Als sich Alexander Gerst 2008 "versuchsweise" bei der Europäischen Raumfahrtagentur Esa bewarb, musste er sich gegen mehr als 8.400 Konkurrenten durchsetzen. Erfahrungsgemäß werden meist Kampfflieger oder Ingenieure zu Astronauten ausgebildet, selten Wissenschaftler. Doch der Geophysiker überzeugte durch seinen Charakter. Seine Teamarbeit, Kommunikation und vor allem die Überzeugung von der Arbeit auf der ISS waren entscheidend, betonte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Deutschlands nächster Mann im All wird während des halben Jahres auf der ISS als Bordingenieur arbeiten und rund 150 Experimente betreuen. Darunter zählt auch das Installieren eines Hightech-Schmelzofens, mit dem neue Legierungen getestet werden sollen. Vor Gerst arbeiteten bereits die beiden deutschen Astronauten Thomas Reiter und Hans Schlegel auf der ISS.

Doch Alexander Gerst wurde nicht nur speziell für die verschiedenen Experimente ausgebildet. Denn "an Bord muss jeder alles können", so der athletische Raumfahrer. Vom Training unter Wasser, über Flugausbildung und Reparaturen an den verschiedenen Bordsystemen, bis hin zum Russisch-Unterricht. Die Astronauten lernten alles, was zum Leben und vor allem Überleben auf der Raumstation wichtig ist.

Für die wenigen privaten Momente darf der Wissenschaftler anderthalb Kilogramm Privates mitnehmen, darunter "vor allem Fotos von der Familie und Freunden", wie er verrät. Auch das Lied für den Start hat Alexander Gerst schon bestimmt. Der Titel "Rückenwind" des deutschen Hip-Hop-Sängers Thomas D. begleitet den 11. deutschen Astronauten ins All.

Alexander Gerst: Mission to the ISS

Quelle: European Space Agency, ESA
3:58 min

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