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Deutsche Investoren kaufen Loewe

Wesentliche Teile von Loewe wurden an eine deutsche Investorengruppe verkauft. Das gab die Loewe AG am Donnerstag bekannt. +++ Update: Drei Viertel der Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. +++

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Die Investorengruppe besteht aus deutschen Familienunternehmern und ehemaligen Apple- sowie Bang & Olufsen-Managern. Der Vorstand der Loewe AG habe sich im Rahmen eines Asset Deals mit den Investoren über die Übernahme wesentlicher Teile von Loewe geeinigt. Damit sei der Fortbestand der Marke in deutscher Hand gesichert, so Loewe.

Am Hauptstandort Kronach bleiben zentrale Unternehmensfunktionen und das Entwicklungszentrum bestehen, ebenso wie das Entwicklungszentrum in Hannover. In München entsteht laut Loewe eine neue Unternehmenszentrale.

Die neuen Eigentümer wollen sich strategisch stärker auf Smart-Home-Entertainment und Lifestyle-Produkte fokussieren. Auch die strategische Partnerschaft mit Hisense soll ausgeweitet werden.

Über den vereinbarten Kaufpreis wurde nichts bekannt gegeben. Man habe Stillschweigen vereinbart. Die Loewe AG solle im Rahmen der Transaktion kurzfristig von der Börse genommen und abgewickelt werden, so Loewe weiter. 

+++ Update 17.01.2014, 14:10 Uhr +++

Künftig wird Loewe unter dem Firmennamen Loewe GmbH firmieren. Der Betriebsübergang soll demnach am 31. Januar 2014 erfolgen, wie Loewe in einer Pressemitteilung ankündigt.

Die Investorengruppe wird etwa 270 Mitarbeiter übernehmen, darunter auch alle Auszubildenden. Außerdem bleibt zunächst die Produktion in Kronach unter der jetzigen Loewe Opta GmbH ohne personelle Einschnitte bestehen. Diese könne eventuell zu einem späteren Zeitpunkt von den Investoren übernommen werden. Die ca. 120 Mitarbeiter, die nicht übernommen werden, können zum 1. Februar in eine Transfergesellschaft wechseln. Dort sollen sie mit Qualifizierungsmaßnahmen bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen unterstützt werden.

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