Online-Banking

Deutsche Banken sind Top-Ziele für SpyEye

Das Trojanische Pferd SpyEye dient Online-Kriminellen vorzugsweise dazu Anmeldedaten fürs Online-Banking auszuspionieren. Dabei stehen deutsche Banken ganz vorne in den Top 40 der Banken, auf die der Schädling abzielt, allen voran die Commerzbank und die Postbank.

SpyEyes's Top 40 Banken

© F-Secure

SpyEyes's Top 40 Banken

Das Malware-Labor des finnischen Antivirusherstellers F-Secure hat untersucht, auf welche Banken der Schädling SpyEye sein Augenmerk richtet. SpyEye enthält ein Plug-in mit dem Dateinamen webinject.txt, in dem Details dazu stehen, wie die Opfer beim Online-Banking mit bestimmten Banken ausspioniert werden. F-Secure hat über 1300 Exemplare dieser Datei gesammelt und ausgewertet.Daraus ist eine Rangliste der Banken entstanden, auf die SpyEye am häufigsten zielt. Weltweite Nummer 1 dieser Top 40 ist die Commerzbank, gefolgt von Postbank und Targobank. Erst auf dem vierten Platz folgt mit der Bank of America ein nicht-deutsches Finanzinstitut. Gleich dahinter liegt Fiducia, der IT-Dienstleister der Volks- und Raiffeisenbanken. DKB, Sparda-Bank und Deutsche Bank sind noch in den Top 12, etwas weiter unten folgen DAB Bank und Norisbank. Neben deutschen und US-Banken sind es vor allem britische Geldinstitute, die bei Online-Kriminellen hoch im Kurs stehen.Auch wessen Bank nicht auf der SpyEye-Liste ist, sollte sich nicht vor so genannten Banking-Trojans sicher fühlen. Es gibt schließlich noch andere Schädlinge, etwa ZeuS/Zbot, die im Online-Untergrund als Bausätze kommerziell vertrieben werden. Die Kunden können Teile des jeweiligen Schädlings anpassen, etwa um nur Kunden brasilianischer Banken zu schröpfen.

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