Online-Verhalten

Cyber-Mobbing durch Sprachgebrauch der Eltern begünstigt

Die Ergebnisse einer aktuellen Studie weisen darauf hin, dass ein aggressiver Umgangston in der Familie zu unsozialem Verhalten von Kindern und Jugendlichen in Online-Foren und sozialen Netzwerken beitragen kann.

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Bitdefender gab eine Studie zum Online-Verhalten in Auftrag.

Der rumänische Antivirushersteller Bitdefender hat zwischen Juli und September eine Umfrage unter 1800 Eltern in mehreren Ländern, darunter Deutschland und Österreich, durchgeführt. Sie wurden zum Online-Verhalten ihrer Kinder befragt, die zwischen sieben und 18 Jahre alt sind. Anschließend wurden 500 Eltern einen Tag lang im familiären Umfeld beobachtet. Dabei hat sich gezeigt, dass ein rüder Umgangston der Eltern aggressives Online-Verhalten ihrer Kinder verstärken kann. Als Folge derartigen elterlichen Verhaltens benehmen sich die Sprösslinge in sozialen Netzwerken auch eher rüpelhaft. Cyber-Mobbing wird also offenbar auch durch das familiäre Umfeld gefördert.

Im ersten Teil der Studie haben 82 Prozent der befragten Eltern angegeben, ihre Kinder seien bereits Ziel von Mobbing-Attacken geworden. Ein gleich hoher Anteil der befragten Eltern räumt ein, dass sie die Online-Freunde ihrer Kids nur teilweise kennen. Unter den fünf häufigsten Mobbing-Varianten liegt das Verbreiten von Gerüchten über andere mit 93 Prozent klar an der Spitze. Dahinter folgen Spott und Häme mit 83 Prozent, Beleidigungen mit 75 Prozent und Drohungen mit 63 Prozent. Auch das unerlaubte Veröffentlichen von Bilder der Opfer gehört in mehr als der Hälfte der Fälle (58 Prozent) zum Repertoire der Mobber.

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Cyber-Mobbing, auch "Cyber-Bullying" genannt, ist mehr als nur Randphänomen und oft die Fortsetzung von Hänseleien und Diffamierungen auf dem Schulhof. Es kann betroffenen Kindern und Jugendlichen stark zusetzen. Mehrere haben sogar Selbstmord begangen, so im Oktober dieses Jahres die 15-jährige Kanadierin Amanda Todd aus Vancouver.

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