Crytek-Krise

Grafik-Chef wechselt zu id Software

Das deutsche Entwicklerstudio Crytek muss weiter negative Schlagzeilen vermelden. Jetzt wechselt Grafikchef Tiago Sousa zu id Software.

Krise bei Crytek: Wichtige Mitarbeiter verlassen das Unternehmen.

© Crytek

Krise bei Crytek: Wichtige Mitarbeiter verlassen das Unternehmen.

Crytek, das wohl bekannteste deutsche Spiele-Entwicklerstudio, muss in der jüngsten Vergangenheit einige Hiobsbotschaften verkraften. So soll das Unternehmen kurz vor der Pleite stehen und mehrere Angestellte ob ausstehender Lohnzahlungen gekündigt haben. Nun gab auch noch der wichtigste grafische Entwickler Cryteks, Tiago Sousa, auf Twitter bekannt, dass er zum Konkurrenzstudio id Software wechselt.

Laut dem Spiele-Branchenportal "Games Industry International" übernimmt Sousa dort den Posten des Lead Rendering Programmer und ist somit quasi ein Nachfolger für den zu Oculus Rift abgewanderten id Software-Mitgründer John Carmack.

Aktuell arbeitet Crytek am Shooter "Homefront: The Revolution". Die Zukunft des Ego-Shooters ist jedoch ungewiss: Wie das rennomierte Spiele-Blog Kotaku berichtet, soll Game Director Hasit Zala zusammen mit Development Manager Ben Harris mit vielen weiteren Mitarbeiten das zuständige Studio Crytek UK bereits verlassen haben. Die Rede ist von etwa 100 Personen.

Grund für den Exodus der Angestellten sind vor allem verzögerte Zahlungen: So soll neben der britischen Niederlassung auch Cryteks Hauptsitz in Frankfurt noch mehrere Gehälter nicht ausgezahlt haben.

Auch das jüngste Projekt, der Xbox One-Launch-Titel "Ryse" entwickelte sich für Crytek zum Flop. War "Ryse" anfangs noch auf Microsoft Kinect ausgelegt, so änderte sich dieses Vorhaben schnell, als Microsoft aufgrund von Produktionsfehlern und -verzögerungen die Entwicklung von Budapest nach Frankfurt verlegte, was rund 50 Mitarbeiter den Job kostete. Auch die eher mäßigen Wertungen und Verkaufszahlen von "Ryse" machen keinen Anlass zur Hoffnung.

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