Wirtschaft

Corel kauft Pinnacle: Erweiterung beim Videoschnitt

Corels Einkaufstour scheint nicht abzureisen: Jetzt übernehmen die Kanadier auch die Konsumersparte vom Videoschnitt-Spezialisten Avid. Damit gehört das Pinnacle Studio HD, das Avid Studio sowie die Einsteigerlinie Dazzle zu Corel und Avid zieht sich aus dem Endkonsumentengeschäft ganz zurück.

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© Hersteller/Archiv

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Damit hat Corel jetzt gleich vier Schnittprogramme: Das ehemals von Ulead entwickelte VideoStudio, das von Pinnacle entwickelte PinnacleStudio und das eigentlich als PinnacleStudio Nachfolger gehandelte und in München programmierte Avid Studio (siehe Bild oben). Dazu kommt dann noch das ehemals von MGI entwickelte und vom ebenfalls erst Anfang des Jahres übernommenen Roxio nie groß weiterentwickelte VideoWave. Wenn Corels General Manager Digital Media Matt DiMaria jetzt davon spricht, dass "Corel nun das breiteste Spektrum an Consumer Videoschnitt-Produkten im Portfolio hat" entspricht das der Tatsache. Für das Münchner Entwicklerteam gibt es mit der Übernahme einen neuen Arbeitgeber, denn Corel begrüßt in der Pressemitteilung eine Kernmanschaft an Entwicklern des Pinnacle Product Teams. Damit könnte die Produktlinie um Pinnalce Studio, Avid Studio und Avid Studio for iPad sogar gestärkt sein. Besonders die Verbindung App und Programm, wie beim Avid Studio und der iPad-Version dürfte für Corel spannend und eine Zukunftsinvestition sein. Das firmeninterne Duell dürfte aber dennoch ausbrechen, denn gleich vier Schnittprogramme entwickelt kein Hersteller parallel weiter. Unserer Schätzung nach dürfte das Schnittduell Corel VideoStudio gegen Avid Studio heißen, das unserer Schätzung nach wieder in Pinnacle Studio umgetauft wird, da Avid voraussichtlich den Markennamen Avid Studio nur für kurze Zeit "mitverkauft" beziehungsweise freigegeben hat. Neben Pinnacle verkauft Avid auch die Consumer Audio Produkte an inMusic, die Mutterfirma von Akai Professional, Alesis and Numark. Mit den verkauften Produklinien machte Avid 2011 einen Umsatz von 91 Millionen US-Dollar. Insgesamt betrugen die Avid Umsatzerlöse 677 Millionen US-Dollar im Jahr 2011. Avid will sich künftig wieder ganz auf das Profigeschäft konzentrieren. 

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