Interview

"Content Marketing ist der falsche Weg"

Jeff Jarvis gehörte den global bekanntesten Vordenkern des digitalen Zeitalters. Im Interview mit uns erklärt er, was Unternehmen von Google lernen können - und warum das heiß diskutierte Thema Content Marketing für ihn in die falsche Richtung führt.

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© Archiv/IntMag

Vor vier Jahren machte sich Jeff Jarvis zum ersten Mal richtig Feinde in der deutschen Medienbranche - durch sein Buch "What would Google do?". Denn dass da ein Journalist, ja, ein Journalismus-Professor, den Lieblingsfeind Google zum Vorbild macht  - das sorgte für reichlich Ärger. Erst recht, wenn Jarvis dann auch noch Thesen für andere Branchen ableitet. "Im Gewand des Zeitgeistes und progressiver Visionen wurden knallharte Interessen auf Kosten der Medienindustrie durchgesetzt", giftete zum Beispiel Axel Springers CEO Mathias Döpfner im Interview beim "Handelsblatt".

Gleichzeitig machte das Buch Jarvis zum gefragten Redner und Gesprächspartner auch in Deutschland. Sein Blog Buzzmachine gehört zur Pflichtlektüre für Medienjournalisten, ebenso seine Beiträge für den "Guardian". Auf Twitter lesen ihn über 130.000 Menschen, jede Woche gehört er zum Team der Videoshow "This Week in Google".

Vier Jahre sind derweil vergangen. In der Zwischenzeit wurde Facebook zur neuen Macht, Twitter wuchs massiv, Google sorgt mit "Moonshot-Projekten" wie der Brille Glas oder selbstfahrenden Autos für Schlagzeilen. Stehen Jarvis' Thesen immer noch? Können Unternehmen und Marken weiter von Google lernen?

Darüber - und über seine Abneigung gegen Content Marketing und Native Advertising - sprach unser Editor at Large Thomas Knüwer mit Jeff Jarvis.

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