Spam-Report

Comeback des Penny-Stock-Spam

Knapp 100 Milliarden Spam-Mails täglich wurden im ersten Quartal dieses Jahres verschickt, darunter fast eine Milliarde Malware-Mails. Damit hat sich das Spam-Volumen zwischen Dezember 2012 und März 2013 verdoppelt.

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© Archiv

Das Aufkommen unerwünschter Mails (Spam) aller Art hat im ersten Quartal dieses Jahres deutlich zugelegt. Es ist zwischen Dezember 2012 und März 2013 um 98 Prozent gewachsen. Die Zahl der Phishing-Mails hat um 74 Prozent zugenommen, die der Malware-haltigen Mails sogar um über 150 Prozent. Dies berichtet das Berliner Sicherheitsunternehmen Eleven in seinem "Q1 Internet Threats Trend Report".

An einem durchschnittlichen Tag wurden im ersten Quartal des Jahres 97 Milliarden Spam-Mails verschickt, darunter 973 Millionen Malware-Mails. Im März waren es noch mehr: 118 Milliarden Spam-Mails am Tag. Im Vergleich zum März des Vorjahres beträgt der Anstieg 48 Prozent, bei Malware-Spam etwa 250 Prozent.

Die Spammer haben im März 2013 die lange Zeit verschwundene Betrugsmasche mit so genannten Penny-Stocks wiederbelebt. Immerhin 18 Prozent der 25 größten Spam-Wellen entfielen im März auf dieses Thema. Bei dieser auch als "Pump and Dump Spam" bekannte Masche kaufen die Täter nahezu wertlose Aktien (Penny-Stocks) und bewerben sie dann in Spam-Mails als lukrative Geldanlage mit Potenzial. Haben sie auf diese Weise den Wert der Aktien erhöht, verkaufen sie ihre Bestände wieder und der Kurs sackt wieder auf Ramschniveau.

Die USA sind Spam-Weltmeister des ersten Quartals 2013. Der US-Anteil am weltweiten Spam-Aufkommen betrug 9,1 Prozent. Dahinter lagen Weißrussland (6,5 Prozent), Spanien (5,6 Prozent) und Argentinien (5,0 Prozent). Auf Platz 8 folgt Deutschland mit 3,7 Prozent. Spam aus Deutschland ist rückläufig: kam Ende letzten Jahres noch jeden zehnte Spam-Mails aus Deutschland, war es im März nur jede 30. Mail.

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