Browsermarkt

Chrome schlägt IE - jedes Wochenende

An den letzten vier Sonntagen, wenn Internet-Nutzer selbst entscheiden, welchen Browser sie einsetzen, zeigt die Statistik von Statcounter, dass Chrome den Internet Explorer überholt. Sind die Büros ab Montag wieder besetzt, übernimmt IE wieder die Führung.

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Die Statistik macht klar, dass Nutzer, wenn sie selbst entscheiden können, lieber auf den Internet Explorer verzichten, den sie in ihrem Berufsalltag oft nicht abwählen können. Laut den Statistiken von Statcounter liegen beide Browser mittlerweile so dichtauf, dass wochenends dieser Effekt auftritt.

Erstmals statistisch erfasst wurde das Phänomen am 18. März 2012. Seitdem wiederholt es sich sonntäglich weltweit. An diesem Tag hielt Chrome 32,71 Prozent des Browsermarkts, während IE für diesen Tag auf 32,5 Prozent Anteil kam. Unter der Woche liegt Chrome dann bei durchschnittlich 30,2 Prozent, der Internet Explorer dagegen bei 35,5 Prozent.

Microsoft dagegen behauptet, die Daten von Statcounter seien fehlerhaft und verweist auf die Daten des Unternehmens Net Applications, bei dem der Internet Explorer ständig wesentlich besser abschneidet und unangefochten Marktführer ist. Neben vielen anderen Unternehmen ist auch Microsoft Kunde bei Net Applications.

Als Statcounter nach dem 18. März bekannt gab, Chrome sei für einen Tag Weltmarktführer gewesen, erwiderte Roger Capriotti vom IE-Marketing Team, Chrome sei nie Marktführer gewesen und kritisierte die Datenerfassung bei Statcounter. Er bemängelte unter anderem, dass bei Chrome die im sogenannten "Pre-Rendering" als mögliche Suchziele definierten Seiten mitgezählt würden. Weiterhin entspreche die Geolokalisierung der Daten nicht der Wirklichkeit und man zähle bei Statcounter Pageclicks und nicht einzelne User.

Ein Sprecher von Statcounter erklärt in einem Kommentar zu dem Artikel, die Argumente als nicht stichhaltig und ergänzt, dass Statcounter seine Daten auf Basis von immerhin 3 Millionen Websites erarbeite, während Net Application die 40.000 Seiten seiner Kunden zugrunde lege. Außerdem fasse Net Application den Internet Explorer, Maxthon und Lunascape zusammen, was bestimmt zu einer Verfälschung der Daten führe.

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