Ruhestand

Google stellt Chrome Frame ein

Google hat angekündigt das Projekt Chrome Frame Anfang 2014 aufs Altenteil zu schicken. Ab Januar 2014 stellt Google die Unterstützung für Chrome Frame ein.

Chrome Frame: Google stellt den Support für das Internet-Explorer-Plugin ein.

© Montage: Frank Ziemann; Microsoft, Google

Chrome Frame: Google stellt den Support für das Internet-Explorer-Plugin ein.

Lange Zeit waren Rechner mit älteren Windows-Versionen, auf denen noch der betagte Internet Explorer 6 lief, weit verbreitet. In den Browser-Statistiken populärer Websites erreichte der IE 6 hohe Marktanteile. Ein Umstieg auf einen modernen Browser war Anwendern, etwa in Unternehmen, nicht möglich oder er unterblieb einfach.

Doch ältere Versionen des Internet Explorer beherrschen aktuelle Web-Techniken, die gerne pauschal als "HTML 5" bezeichnet werden, nicht oder nur rudimentär. Wer Websites und Web-Anwendungen entwickelt, musste mehrere Fassungen bereit stellen und Browser-Weichen einbauen, um auch Nutzer des IE 6 zu bedienen. Die Alternative dazu war auf moderne HTML- und Javascript-Methoden ganz zu verzichten.

Um die Nutzung aktueller Web-Techniken voran zu bringen, hat Google 2009 Chrome Frame bereit gestellt. Dabei handelt es sich um ein Plug-in für den Internet Explorer, das Web-Seiten wahlweise mit Googles Webkit-basiertem Browser Chrome darstellt, ohne dass die Anwender diesen Browser separat installieren müssen. Das können sie am Arbeitsplatz nicht, weil ihnen dazu die Berechtigungen als Administrator fehlen.

Inzwischen hat sich das Bild aus Googles Sicht gewandelt, wie Chrome-Entwickler Robert Shield in Googles Chromium-Blog berichtet. Die meisten Internet-Nutzer setzen einen halbwegs aktuellen Browser ein, der moderne Web-Techniken beherrscht und sich automatisch aktualisiert. Daher habe man sich entschlossen, so Shield, die Unterstützung für Chrome Frame zum Januar 2014 einzustellen.

Die Privatanwender, die noch immer mit dem IE 6 oder 7 ins Web gehen, sollen einen modernen Browser installieren. Unternehmen, die für altgediente Anwendungen, etwa im Intranet, auf den IE 6 angewiesen sind, sollen sich "Chrome for Business" ansehen, meint Shield. Dabei handelt es sich um eine Chrome-Variante, die sich in die zentrale Software-Verwaltung eines Unternehmens integrieren und mit Richtlinien an die jeweiligen Bedürfnisse der Firma anpassen lässt. Bestimmte Web- oder Intranet-Seiten können automatisch in einem andere Browser, etwa dem IE 6, aufgerufen werden.

Moderne Browser, die unter Windows XP laufen, sind neben Chrome auch Firefox und Opera. Die höchste einsetzbare IE-Version ist Internet Explorer 8.0, der das Service Pack 3 für XP voraus setzt. Safari für Windows ist nicht zu empfehlen, denn dessen Weiterentwicklung hat Apple offenbar schon vor mehr als einem Jahr eingestellt.

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