Internet Archive

Chrome-Addon lädt bei 404-Fehlern automatisch Cache-Kopie

Bye Bye 404! Die neue Chrome-Erweiterung "Wayback Machine" des Internet Archive liefert bei Webseiten-Fehlern automatisch die letzte, archivierte Fassung.

Chrome Erweiterung Wayback Machine

© Screenshot: PC Magazin

Die Chrome-Erweiterung "Wayback Machine" reagiert auf 404-Fehler und verweist direkt auf Archiv-Kopien, falls diese vorhanden sind.

Über die Fehlermeldung "404 page not found" ist jeder Internet-Nutzer wohl schon einmal gestolpert. Ob die angesteuerte Webseite dauerhaft offline ist oder nur vorübergehend technische Probleme vorliegen - ärgerlich ist so ein Fehler allemal. Doch eine neue Erweiterung für Googles Chrome Browser​ will hier künftig Abhilfe schaffen: die "Wayback Machine".

Angeboten wird das Chrome Addon "Wayback Machine" vom Internet Archive, einem gemeinnützigen Projekt, dass es sich zur Aufgabe gemacht hat das Web und alle freien digitalen Daten für die Menschheit zu bewahren. In diesem Zug werden regelmäßig alle zugänglichen Webseiten gespeichert - aktuell bereits über 279 Milliarden und etwa 300 Millionen wöchentlich.

Und hier setzt die Chrome-Erweiterung an: Meldet der Browser einen 404-Fehler, erscheint eine Pop-Up-Meldung des Addons mit einem Link auf die letzte, verfügbare Version der Webseite im Internet Archive. Im Grunde genommen, leistet die Erweiterung damit nichts anderes als die gleichnamige Wayback Machine auf archive.org. Sie erleichtert jedoch deutlich den Aufwand, auf die Kopie zuzugreifen.

Kostenlos installieren können Sie das Chrome Addon "Wayback Machine​" im Chrome Web Store.

Praktisch: Das Addon "Wayback Machine"-Addon reagiert nicht nur auf den 404-Error, sondern auch auf alle Browser-Fehlermeldungen mit den Error-Codes 408, 410, 451, 500, 502, 503, 504, 509, 520, 521, 523, 524, 525 und 526.

Das Internet Archive versteht das "Wayback Machine"-Addon als Hilfe, das Web auch gegen Bedrohungen durch Zensur zu verteidigen. So zitiert das Projekt in ihrem Blog-Eintrag zur Erweiterung​ eine Studie der Universität Harvard aus dem Jahr 2013, der zufolge 49 Prozent von URLs aus Urteilen des U.S. Supreme Court nicht mehr erreichbar waren. Die Beweise, denen die Entscheidungen zugrunde lägen, würden also verschwinden. In vielen Fällen existieren jedoch Kopien auf archive.org.

Internet Archive versichert Datenschutz

Was die Sicherheit der Erweiterung angeht, versicht das Internet Archive in seinem Blog-Post, die Privatsphäre der Nutzer zu achten. Man bemühe sich, IP-Adressen nicht zu loggen und arbeite mit Google daran, als zusätzliche Sicherheitsebene einen Proxyserver zwischenzuschalten.

Zuletzt sorgte das Internet Archive für Schlagzeilen, als es im November 2016 auf den Trump-Wahlsieg reagierte und eine Kopie des Projekts in Kanada ankündigte​. Damit bereite man sich auf ein stärker eingeschränktes Internet vor und wolle das Archiv und den Zugriff darauf langfristig schützen.

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