CES 2013

Sharp: IGZO und Quattron sind Trumpf

Auf seiner CES-Pressekonferenz stellte Sharp in Las Vegas neue Panel-Techniken und drei LCD-Serien vor. Mit im Portfolio: Ultra High Definition (4K).

Sharp LC-60LE857U

© Sharp

Sharp LC-60LE857U

Eine klare Marschrichtung gab Sharp auf der CES in Las Vegas bekannt. Die Japaner setzen voll und ganz auf ihre neuartige IGZO-Technologie. In bewährter Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Glashersteller Corning soll das Bildschirmprinzip möglichst schnell in die Produktion von Großbildfernsehern Eingang finden. Auftakt machten bereits ein Fotoapparat und ein Tablet, bei denen die IGZO-Technik verwendet wurde. Beides kam im Dezember 2012 in China auf den Markt.

IGZO ist eine Technik, die extrem dünne, auch biegsame Panels ermöglicht. Gleichzeitig sollen mit ihr hohe Auflösungen bei geringem Energieverbrauch möglich sein. Weiterer Vorteil: Laut Angaben des Herstellers speichert der Bildschirm dank der Technik das letzte Bild und kann dieses ohne weiteren Stromverbrauch dauerhaft anzeigen. So wird der TV ohne anfallende Stromkosten zum Bilderrahmen. Auf der Pressekonferenz wurde ein 32-Zoll-Fernseher (um 80 Zentimeter Diagonale) mit 4K-Auflösung (vierfache Full-HD-Bildpunktzahl) vorgestellt. Einen konkreten Einführungstermin blieben die Präsentatoren jedoch schuldig. Auf seinem Messestand zeigt Sharp eine Variante für den professionellen Einsatz.

Neue LCD-Fernseher-Serien

Konkrete Produkteinführungen sind mit den TV-Serien 6, 7 und 8 für März 2013 geplant. Darunter sind 18 Modelle mit Bildschimgrößen zwischen 60 und 80 Zoll (um 152 bis 203 Zentimeter Diagonale). Neues Design in Silber-Aluminium-Optik und neue Ausstattung sind ihre Kennzeichen. So wird mit ihnen auch bei Sharp die Steuerung per Smartphone oder Tablet möglich. Inhalte können von den Mobilgeräten per WLAN direkt zum TV geschickt werden. Das Internetportal der Fernseher unterstützt HTML5 und Flash sowie Split-Screen-Technik, womit etwa Fernsehen und Surfen gleichzeitig erlaubt ist. In der Bildschirmtechnik pflegt Sharp weiterhin den Quattron-Ansatz mit einem zusätzlichen, gelben Pixel pro Bildpunkt.

In der zweiten Hälfte 2013 setzt Sharp auf Ultra High Definition (UHD). Mit der vierfachen Full-HD-Bildpunktzahl ist ein 60-Zoll-TV geplant. Als 3D-Technik kommt, wie bei den Full-HD-Modellen, das Shutter-Prinzip zum Zug. Empfangene Full-HD-Auflösung rechnet die TV-Elektronik auf 4K-Bildpunktzahl hoch. Am Messestand ist sogar ein 8K-Panel zu sehen, das Sharp allerdings lediglich als Technikdemonstration zeigt.

Die Trends der CES 2013

Konkurrenz sollen die UHD-Fernseher 2014 aus dem eigenen Haus erhalten. Die Quattron-Technik will Sharp dann derart weiterentwickelt haben, dass jeder Bildpunkt aus einem doppelten Pixel besteht. Auch dies soll einen UHD-Eindruck ermöglichen, allerdings zu deutlich günstigeren Kosten.

John Herrington

© Sharp

John Herrington, President Sharp Electronics Marketing Company of America, stellt die neuen UHD-Fernseher vor.

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