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Canon XF 100/105 - Profi-Camcorder mit 3D-Assistent

Canon hat weiterhin den klassischen Filmer im Visier und präsentiert mit dem Duo XF 100 und XF 105 kompakte Profi-Camcorder, die wieder auf der MPEG-2-Kompression beruhen und mit 50 Megabit pro Sekunde bei 4:2:2-Abtastung arbeiten.

Canon XF 100/105

© Canon

Canon XF 100/105

Doch das Thema 3D lässt auch Canon nicht ganz außen vor: Ein 3D-Assistent nutzt den optischen Bildstabilisator um die Konvergenz der Optiken zweier Camcorder zueinander auszurichten. Des weiteren hilft ein Brennweiten-Assistent den Zoom zu synchronisieren. Einer der Gründe dafür, dass man sich für MPEG-2 im MXF-Format und nicht MPEG-4 wie bei AVCHD entschieden hat liegt laut Canon in der geringeren Komplexität der Kompression was die Hardware bei der Nachbearbeitung entlastet. Als Speichermedium wird die Compact Flash-Karte genutzt, für die man gleich zwei Kartenslots eingebaut hat. Zudem ist ein SDHC-Kartenslot mit an Bord, der sich zum Speichern von Fotos und Benutzereinstellungen der Kamera nutzen lässt.

 Die Größe der beiden erinnert an den XM 2, seinerzeit ein beliebter Henkelmann unter den DV-Camcordern. Laut Canon ist das Duo 41% kleiner als die XF 300er-Modelle und 50% leichter. Intern werkelt ein 1/3 Zoll-CMOS mit einer Auflösung von 2,37 Megapixel. Effektiv werden 2,07 Megapixel genutzt, was genau der Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixel entspricht, ein Pixelüberhang ist also nicht vorhanden. Neben dem Full-HD-Modus gibt es auch einen HDV-kompatiblen Modus. Wer auf einen Camcorder mit Wechseloptik gewartet hat, wird beim XF 100/105 nicht fündig. Seine fest verbaute Optik besitzt einen 10fachen optischen Zoom. Der lässt sich neben der Wippe auch via Optikrad einstellen. Selbiges Rad stellt auch wahlweise Fokus oder Blende ein. Der optische Bildstabilisator besitzt laut Canon statt zwei wie früher nun drei bewegliche Linsen, was für noch effektivere Bildberuhigung sorgen soll.

 Die Bildkontrolle erfolgt über ein 8,8 Zentimeter Display, dass mit rund 306.000 Pixel auflöst. Der Farbsucher kommt dagegen auf etwa 87.000 Pixel. Mit an Bord ist auch ein Waveform-Monitor, Zebraanzeige sowie Fokussierhilfen wie Peaking, Vergrößerung als auch Kantenanzeige, wie sie schon im 300er-Duo zum Einsatz kam. Konzertfilmer werden sich über zwei XLR-Eingänge freuen, die sich jeweils separat Aussteuern lassen. Hinzu kommt ein Kopfhörerausgang und ein Standard-Zubehörschuh. Aber auch ein Mikrofonhalter wird mitgeliefert. Darüber hinaus hat das Duo weitere praktische Funktionen zu bieten. Beispielsweise Infrarot-Aufnahmen, wahlweise im konspirativen Grün oder schlicht in Schwarzweiß. Eine drei-sekündige Vorab-Aufnahme ist ebenso an Bord, wie die eine Relay Record-Funktion, mit der die Aufnahme auf der zweiten Karte fortgesetzt wird, sobald die erste Karte voll ist. Eine Besonderheit ist jedoch auch die Möglichkeit gleichzeitig auf zwei Karten aufzuzeichnen, beispielsweise um eine Version der Aufnahmen gleich weiterzugeben zu können ohne selbst auf das Material verzichten zu müssen.

 Zudem beherrscht das Duo Zeitlupen-, Zeitrafferaufnahmen sowie Stop-Motion-Aufnahmen. Neu ist die Möglichkeit, den Autofokus nicht nur im Standard- und schnellen Instant-Modus zu betreiben, sondern mit ihn auch via Medium AF ihn in eine dazwischen liegende Reaktionszeit zu verweisen. Beide Kameras verfügen über HDMI- als auch Komponentenanschluss. Die XF 105 hat dem kleinen Bruder jedoch einen HD/SD-SDI- als auch einen Timecode/Genlock-Anschluss voraus, was ihn für Studioumgebungen interessant macht. Das ist übrigens der einzige Unterschied zwischen den beiden Modellen. Als Software liegt die XF Utility bei, die einfaches Betrachten der Clips sowie die Metadaten-Bearbeitung ermöglicht.

 Beide Kameras kommen im ersten Quartal 2011 auf den Markt. Der Preis für die XF 100 liegt unter 4000 Euro, die XF 105 mit Live-Ausgang soll rund 1000 Euro mehr kosten. Genaue Preise stehen jedoch noch nicht fest.  www.canon.de

Canon XF 100/105

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