CES 2013

Camcorder-Topmodelle: Sony setzt auf integrierten Projektor

An der Spitze seines Camcorder-Portfolios setzt Sony dieses Jahr auf zwei Modelle mit integriertem Projektor. Zudem wurde der 3D-Camcorder überarbeitet, wobei die Neuerungen bei allen drei Camcordern gering ausfallen.

Sony HDR-PJ780VE

© Sony

Sony HDR-PJ780VE

Das Topmodell der Consumer-Camcorder ist die Handycam HDR-PJ780VE, wobei es zum integrierten Projektor (PJ) auch 32 Gigabyte internen Speicher gibt. Das macht den Camcorder mit seinem 1/2,88-Zoll-Sensor mit 6.65 Megapixeln relativ teuer: 1.399 Euro - damit liegt er über dem neuen Top-Modell von Panasonic.

Die Beamereinheit des PJ780 bietet nun eine Auflösung von 800 x 480 Pixeln und soll auf eine Helligkeit von 35 Lumen kommen. Zudem gibt es nun einen eigenen HDMI-(Mini)-Eingang, so dass man Videomaterial auch extern zuspielen kann.

Die Fotoauflösung interpoliert der Camcorder auf 24,1 Megapixel. Auffallend ist das Mikrofon des PJ780, das nun wie ein externes Mikrofon oben drauf sitzt. Der Bildstabilisator soll im Telebereich wirksamer arbeiten und es gibt nun endlich wieder einen klassischen Zubehörschuh - Sony verabschiedet sich damit vom proprietären AIS-Shoe, für den man aber immerhin noch ein Adapter anbietet um "altes" Zubehör weiter nutzen zu können. 

Bei der 10-fachen Zoomoptik mit Anfangsbrennweite 26 Millimeter bei Blende 1,8 hat sich nur wenig verändert: Im Telebereich soll die Lichtstärke nun mit F3,8 statt F3,4 etwas weiter absinken. Das 3 Zoll (7,5 cm) große Display mit 307.200 RGB-Pixeln scheint unverändert und auch wenn es die uns vorliegenden technischen Informationen nicht preisgeben: Wir gehen davon aus, dass der Sucher mit einem 0,2 Zoll Display und 201.600 Bildpunkten ebenfalls unverändert ist.

HDR-PJ650VE als günstigere Alternative

Der HDR-PJ650VE liegt mit 999 Euro exakt auf dem Niveau des Pansonic X929 und bringt wie sein großer Bruder 32 Gigabyte internen Speicher mit. Auf der Displayrückseite findet man hier einen integrierten Projektor mit 640 x 320 Pixel Auflösung, einer Helligkeit von 20 Lumen und einem HDMI-Eingang.

Der kleinere HDR-PJ650VE arbeitet dagegen mit einem kleineren CMOS-Sensor mit 1/3,91 Zoll und einer Optik mit der Anfangsbrennweite 26,8 Millimeter und Zoomfaktor 12. Immerhin hat auch das Modell einen schwenkbaren Farbsucher mit identischer Auflösung.

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Die Fotoauflösung liegt bei 20,1 Megapixel, wobei auch hier die Bildgröße im Nachhinein größer gerechnet wird. Erfreulich, dass es auch hier den Multi-Interface-Zubehörschuh, sowie Mikrofon- und Kopfhöreranschluss gibt. Auch das LED-Licht mit Blitzfunktion ist beiden gemein. Sie zeichnen mit AVCHD und maximal 50 Vollbildern auf und bieten die direkte Kopierfunktion auf eine USB-Festplatte.

HDR-TD30VE: Altes Erbe

Beim lesen der technischen Daten des 3D-Camcorders HDR-TD30VE wird schnell klar, dass sich zum bereits vor zwei Jahren vorgestellten Ursprungsmodell TD10 nicht viel verändert hat. Entsprechend lässt Sony den Preis purzeln: Der Vorgänger TD20 wurde mit 1.600 Euro vorgestellt, der TD30 soll jetzt noch 999 Euro kosten. Soweit wir das nachvollziehen können will Sony den Bildstabilisator verbessert haben, der nun im Telebereich effektiver arbeiten soll.

Es gibt nun eine automatische Tiefenanpassung der 3D-Wirkung. Zudem kann der Camcorder direkt auf eine an der USB-Buchse angeschlossene Festplatte kopieren. Closer Voice nennt Sony eine an die Gesichtserkennung gekoppelte Geräuschreduzierung, die für mehr Verständlichkeit sorgen soll.

Im Inneren arbeiten weiterhin zwei 5,4-Megapixel-Exmor-R-CMOS-Sensoren, die für den 3D-Modus sorgen. Im 2D-Modus bleibt es bei AVCHD mit bis zu 50 Vollbildern pro Sekunde, im 3D-Modus sind es 50 Halbbilder (Side-by-Side/MVC). Die Verarbeitung der Videodaten erfolgt über zwei Bionz-Bildprozessoren. Die Fotoauflösung wird auf 20,4 Megapixel nach oben interpoliert. Beim Ton nimmt die TD30VE 5.1- oder Stereo-Ton auf, wobei er weiterhin auf eine Windrauschminimierung zurückgreift.

Als Objektiv verwendet der Hersteller weiterhin zwei Sony G-Objektive mit Blende F1.8 bis F3.4. Die Brennweite liegt bei 33,4 bis 400,1 mm bei 3D-Aufnahmen, im 16:9 Format bei 29,8 bis 298 mm und im 4:3 Format bei 36,3 bis 363 mm. Der Mindestabstand zum Motiv gibt Sony mit 21 Millimetern an, fokussiert werden kann automatisch oder auch manuell. Ein optischer Bildstabilisator soll für ruhige Aufnahmen sorgen.

Sony HDR-PJ780VE

© Sony

Sony HDR-PJ780VE
Sony HDR-PJ650VE

© Sony

Sony HDR-PJ650VE
HDR-TD30VE

© Sony

Sony HDR-TD30VE

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