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Business-Trends 2014

In seinem Trendbericht "Ascent Look Out 2014" analysiert der IT-Dienstleister Atos die Wechselbeziehung zwischen technologischen und sozio-ökonomischen Entwicklungen in der Gesellschaft.

Business-Trends 2014

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Business-Trends 2014

Nicht ganz unerwartet ist die mobile Kommunikation in fast allen Marktsegmenten der Wirtschaft der dominierende Trend - und attackiert als "kreativer Zerstörer" etablierte Geschäftsmodelle, Lebenskonzepte und Sicherheitsstrategien.

echnologie entwickelt sich nicht im luftleeren Raum - um von der Gesellschaft angenommen zu werden, muss sie mit sozio-kulturellen und ökonomischen Trends korrelieren. Neben einer alternden Bevölkerung erwartet uns laut Trendbericht in der westlichen Welt ein verändertes Familienbild, gepaart mit neuen Ansprüchen an Arbeitsort und -zeit.

Das klassische Modell einer ortsgebundenen Familie mit einem Ernährer wird mehr und mehr abgelöst von Familieneinheiten mit wenigen bis gar keinen Kindern oder alleinerziehenden Elternteilen. Gleichzeitig steigt die Anzahl der Arbeitsplätze, die nicht mehr an einen bestimmten Ort oder an feste Bürozeiten von "nine to five" gebunden sind. Arbeitnehmer erwarten heute flexible Arbeitsbedingungen - sowohl örtlich, zeitlich als auch in Bezug auf die Arbeitsinstrumente.

Diese gesellschaftliche Entwicklung trifft auf steigende Bandbreiten für die Datenübertragung, auf leistungsstärkere Endgeräte und ein rapides Zusammenwachsen von privater und beruflich genutzter Informationstechnik. Aus zentralisierten Rechenzentren werden immer mehr Leistungen aus der "Cloud" bereitgestellt. Die gesammelten strukturierten und unstrukturierten Daten lassen sich immer besser und schneller auswerten.

Hinzu kommt, dass Unternehmen und Mitarbeiter neue Kommunikationstechniken zunehmend vom Privatleben ins Geschäftsleben übertragen - mit dem Ziel, Informationen und Expertisen schneller und besser auszutauschen und so von einem Qualitäts- und Effizienzgewinn zu profitieren. Die Anzahl der Smartphones wird 2016 mit 10 Milliarden Geräten größer sein als die Weltbevölkerung, wenn man den Berechnungen der Analysten von IDC Glauben schenken mag.

Kaum verwunderlich also, dass die Menschen eine wachsende Auswahl individualisierter Inhalte erwarten - und zwar angepasst an das jeweilige ortsbezogene Umfeld. Gleichzeitig wird es immer selbstverständlicher, das Smartphone für die unterschiedlichsten Services zu nutzen: Anwender ordern per App Bahn- und Flugtickets von unterwegs, steuern den Energieverbrauch der Wohnung, informieren sich über den günstigsten Preis oder nutzen das Gerät für das Bezahlen beim Einkaufen.

Geschäftsmodelle der Zukunft

Dieser technische Wandel hin zur grenzenlosen Mobilität verändert den weltweiten Handel rapide. In vielen Bereichen werden darum nur noch Verkäufer erfolgreich sein, denen es gelingt, Internet und Mobilität mit stationärem Handel zu verbinden. Wenn ich auf dem Weg vom Hotel zum Kundentermin neue Kopfhörer benötige, dann frage ich mein Smartphone, wo und zu welchem Preis ich ein neues Paar finde.

Wenn ich dann später am Flughafen feststelle, dass mein Rollkoffer in naher Zukunft kaputtgehen könnte, starte ich in meinem sozialen Netzwerk einen Hilferuf und bitte um Tipps und Empfehlungen für ein Ersatzmodell. Über Smartphones und Tablet-PCs kann ich den neuen Rollkoffer dann entweder sofort bestellen und die Zeit bis zum Boarding überbrücken oder ihn später zu Hause von meinem Computer aus ordern.

Fortschreitende Konsumerisierung

Professionelle Mobilität bedeutet jedoch nicht nur, alle Smartphone-Nutzer mit individuellen Informationen zu Kaufentscheidungen zu versorgen. Die Mitarbeiter mobiler Unternehmen speisen relevante Geschäftsdaten in zentrale virtuelle Dokumentenablagen ein und rufen später die benötigten Informationen von überall ab. Somit werden immer öfter Entscheidungen auf Basis von Echtzeitdaten getroffen.

Hierfür nutzen die Mitarbeiter nicht mehr die von der Unternehmens-IT vorgegebenen Standardgeräte mit einem Betriebssystem und fünf zertifizierten Applikationen. Vielmehr nutzt jeder Mitarbeiter seine eigene Hardware - und häufig sogar die eigene, private Software und seine Social-Media-Plattformen.

Hat beispielsweise ein langjähriger ITBerater seine Kundenkontakte und alle wichtigen Dokumente auf einer Cloudbasierten Plattform gespeichert, ist es heute für ihn selbstverständlich, dass er mit seinen privaten Geräten über das Unternehmensnetzwerk auf diese Daten zugreifen kann.

Neue IT-Sicherheitsstrategien sind gefragt

So schön diese neue mobile Welt ist, so verletzlich ist sie auch. Man muss nicht das Thema PRISM bemühen, um zu verdeutlichen, wie wichtig der Schutz der digitalen Informationen und Prozesse ist. Wenn immer mehr Daten und Anwendungen von den unterschiedlichsten Endgeräten aus erreichbar sind, stehen sie nicht nur den autorisiertenNutzern zur Verfügung, sondern auch den immer professioneller agierenden Cyberkriminellen.

Häufig genügt es diesen, einzelne Passwörter auszuspähen, um ungehindert in die Unternehmens-IT eindringen zu können. Der Grund dafür ist ein veraltetes Sicherheitskonzept. Es stammt aus einer Zeit, in der lediglich eine kontrollierte Zahl an standardisierten Endgeräten auf die Infrastruktur zugreifen konnte.

Künftig wird es neben den klassischen Schutzwällen für die Infrastruktur Sicherheitskonzepte auf Dokumenten und Anwendungsebene geben. Damit lässt sich bei der Dokumentenerstellung bereits definieren, welcher Kollege ein Dokument zu welcher Zeit über welches Endgerät einsehen, speichern und bearbeiten darf. Hackerangriffe auf die Infrastruktur werden dadurch weniger bis gar keinen Schaden mehr anrichten.

Dies setzt allerdings ein weitreichendes Umdenken bei der Konzeption von IT-Sicherheit voraus. Nicht zuletzt darum gilt Mobilität als kreativer Zerstörer von Sicherheitsstrategien und Märkten.

Smartphone

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Verkäufer werden künftig nur noch erfolgreich sein, wenn sie Internet und Mobilität mit stationärem Handel verbinden können.

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