Cyberattacke

Netzwerk des Bundestags muss augetauscht werden

Der deutsche Bundestag soll ein neues Computernetzwerk bekommen. Ursache ist ein Cyberangriff, der anders nicht mehr zu beherrschen sei.

Symbolbild für Internet-Sicherheit und Spionage

© Sergey Nivens - Fotolia.com

Der Bundestag soll die gesamte Hard- und Software austauschen: Der Befall durch Schadsoftware sei anders nicht zu beherrschen.

Die vor einigen Wochen bekannt gewordene Cyberattacke auf den deutschen Bundestag hat umfassende Konsequenzen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hätten gemeinsame Recherchen mit WDR und NDR ergeben, dass die Folgen des digitalen Angriffs größer seien als bisher bekannt.

Da sich nach wie vor Schadsoftware auf Rechnern des Bundestags befinde, hätten die Hacker noch immer Zugriff auf Daten. Diese Problematik sei nur durch einen Austausch des gesamten IT-Netzwerks in den Griff zu bekommen. Eben dies schlage daher ein geheimer Bericht vor, von dem die Journalisten Kenntnis erlangt hätten.

Der größte Cyberangriff auf eine öffentliche Einrichtung in Deutschland war im Mai entdeckt worden. Ein von Schadsoftware befallener Rechner hatte massenhaft Daten vom Server der Bundestagsverwaltung geladen und zu dessen Überlastung geführt.

Lesetipp: Bundestag zahlt für weiteren Windows-XP-Support

Von der Spionagesoftware befallen seien mindestens die Computer von fünf Abgeordneten. Obwohl feststeht, dass einige Daten erbeutet wurden, ist bisher nicht bekannt, welche Dokumente, Gesetzentwürfe oder sonstige vertrauliche Unterlagen und Passwörter den Hackern in die Hände gefallen sind. Daher ist auch noch immer offen, wer hinter der Cyperattacke auf den deutschen Bundestag steht.

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