Internet-Filter, bitte kommen

300.000 Klicks auf Pornoseiten im britischen Parlament

300.000 Klicks zu diversen pornografischen Websites wurden im vergangenen Jahr im britischen Parlament gezählt. Auch Online-Angebote für Seitensprünge wurden häufig aufgerufen. Das ist vor allem für Porno-Gegner David Cameron und dessen Pläne für den künftigen Web-Filter unvorteilhaft.

Im britischen Parlament wurden 300.000 Mal Pornoseiten aufgerufen.

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Im britischen Parlament wurden 300.000 Mal Pornoseiten aufgerufen.

Unschön für Premierminister David Cameron: Im vergangenen Jahr wurden 300.000 Aufrufe von Pornoseiten im britischen Parlament registriert. Vor dem Hintergrund des künftig geplanten und von Cameron selbst angezettelten Pornofilters ist das eine peinlich Angelegenheit. Auch 52.000 Aufrufe von Webseiten mit Angeboten zu Seitensprüngen wurden gezählt.

Das britische Parlament zählt etwa 5.000 Angestellte und teilt sich in das House of Lords (Oberhaus) und das House of Commons (Unterhaus) auf. Eine Sprecherin des Unterhauses gab bekannt, dass die Zahlen verfälscht sein könnten. Die Webseiten "funktionieren, reagieren und interagieren" unterschiedlich. So könnte ein Mitarbeiter auf eine Seite mit automatischen oder optionalen Links landen, ohne diese zu öffnen. Dennoch würde eine Anfrage registriert.

Bereits im Jahre 2009 war das Parlament teilweise starker Kritik ausgesetzt, als ein Skandal um die Spesenabrechnungen einiger Abgeordneter ans Licht kam. Dabei hatten sich einige Abgeordnete hohe Kosten für Wohnungen und Reisepersonal anrechnen lassen. Innenministerin Innenministerin Jacqui Smith machte sogar Gebühren für die Pornofilme ihres Mannes geltend.

Ab 2014 sollen in Großbritannien Internet-Inhalte standardmäßig gefiltert werden. Davon betroffen sind nicht nur pornografische Inhalte. Dies soll hauptsächlich dem Jugendschutz dienen. So werden neben sexuellen Inhalten vermutlich auch Inhalte zu Gewalt, Glücksspiel, Alkohol und Drogen geblockt. Gegenüber dem Internetanbieter muss daraufhin jeder Nutzer erklären, ob er Erwachseneninhalte im Netz sehen möchte oder ob diese herausgefiltert werden sollen. 

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