Erfolgsmeldung

Botnetz abgeklemmt, Spam-Aufkommen gesunken

Nachdem das Rustock-Botnetz auf Betreiben Microsofts in der letzten Woche dicht gemacht wurde, ist das Spam-Aufkommen zum Teil deutlich eingebrochen. Im Vergleich zur Vorwoche ergibt sich ein Rückgang um 40 Prozent.

Spam-Aufkommen im Vergleich

© eleven

Spam-Aufkommen im Vergleich

Am 16. März haben Microsoft und seine Partner eines der größten Spam-Botnetze abklemmen lassen. Etwa zwei Dutzend Botnetz-Server in mehreren US-Städten sind vom Netz genommen und konfisziert worden. Das Abklemmen des Rustock-Botnetzes hat zu einem deutlichen Rückgang unerwünschter Werbe-Mails geführt.Das Berliner Sicherheitsunternehmen eleven hat den Einbruch des Spam-Aufkommens mit einem ähnlichen Ereignis vor wenigen Monaten verglichen. Wie Frank Rickert im eleven Security-Blog berichtet, hat es um Weihnachten beginnend und bis ins Neue Jahr reichend einen drastischen Rückgang der Zahl unerwünschter Mails gegeben, Ursache unbekannt. Zwei Tage nach dem Abklemmen der Rustock-Server ist das Spam-Aufkommen auf ein ähnlich niedriges Niveau gesunken. Waren die USA in der zehnten Kalenderwoche noch auf Platz 2 der Herkunftsländer von Spam (meist liegen sie auf Platz 1), sind sie in der elften Woche mit nur noch 5 Prozent auf den fünften Rang abgerutscht. Dabei sind die ersten Tage der Woche, vor dem Abklemmen von Rustock, noch mit in der Rechnung.Vor allem Spam zum Thema Potenzpillen ist laut eleven stark zurück gegangen. Offenbar wurde ein großer Teil dieser Spam-Mails über das Rustock-Botnetz verbreitet. Offen bleibt zunächst, ob die Rustock-Betreiber über weitere Kommando-Server außerhalb der USA verfügen, die in die Bresche springen könnten. Bislang jedenfalls schweigt Rustock, was dafür spricht, dass die Botnetzbetreiber ihre Infrastruktur neu ordnen.

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