Malware-Spam

Bombenanschlag beim Boston Marathon als Malware-Köder

Der Bombenanschlag beim Boston Marathon Anfang dieser Woche wird durch Malware-Spammer ausgenutzt, um Schädlinge zu verbreiten. Spam-Mails enthalten Links zu Malware-Seiten.

Boston Marathon-Anschlag: Online-Kriminelle nutzen Aktuelles als Aufhänger für Spam.

© Screenshot: Frank Ziemann

Boston Marathon-Anschlag: Online-Kriminelle nutzen Aktuelles als Aufhänger für Spam.

Malware-Spammer nutzen immer wieder aktuelle Themen, um potenzielle Opfer in ihre Malware-Fallen zu locken. Neueste Masche sind Mails, die Neuigkeiten zu dem Attentat beim Boston Marathon am 15. April verheißen. Wie das Berliner Sicherheitsunternehmen eleven in seinem Blog meldet, versenden Online-Kriminelle Mails mit Links zu präparierten Web-Seiten.

Die Mails tragen einen Betreff wie "BREAKING - Boston Marathon Explosion", "Explosion at Boston Marathon", "Boston Explosion Caught on Video" oder "Video of Explosion at the Boston Marathon 2013". Sie enthalten keinen Text, sondern lediglich einen Link. Dieser besteht aus einer IP-Adresse und einem Dateinamen wie "boston.html", "news.html" oder "xxxxx.html".

Die verlinkten Seiten zeigen in mehreren iFrames Youtube-Videos der Ereignisse in Boston, ein weiterer iFrame versucht schädlichen Code zu laden, zum Beispiel ein Java-Applet. Darüber soll Malware eingeschleust werden, indem Sicherheitslücken im Browser und dessen Plug-ins ausgenutzt werden.

Nach Angaben des Antivirusherstellers Avira aus Tettnang wird in der Folge eine EXE-Datei (etwa "alifna.exe) heruntergeladen und im TEMP-Verzeichnis des Benutzerprofils abgelegt. Avira erkennt diese Dateien generisch als "TR/Crypt.ZPACK.Gen". Es handelt sich um ein Trojanisches Pferd.

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