Heimkino-Markt

Blu-ray-Umsatz verdoppelt sich im ersten Halbjahr 2010

Der Bundesverband Audiovisuelle Medien e.V. (BVV) veröffentlichte am Donnerstag seine neueste Bilanz zu den so genannten Bildtonträgern - besser bekannt unter den Namen DVDs und Blu-ray-Discs. Laut BVV verdoppelte sich im ersten Halbjahr 2010 der Umsatz mit Blu-ray-Discs, was der Home-Entertainment-Branche ein neues Rekordergebnis einbringt.

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Die Filmbranche kann in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auf insgesamt 52 Millionen verkaufte Bildtonträger verweisen, das entspricht einem Zuwachs von 10 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Außerdem liegt die Zahl der verkauften DVDs und BDs erstmalig über der Anzahl des Verleih-Marktes mit 46,3 Millionen Transaktionen, der BVV spricht von einem Vorsprung von + 11 Prozent. Der Verlust des Verleihmarktes im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010 liegt zudem bei 5 Prozent. Begründet wird diese Tatsache durch den heißen Sommer sowie der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika.

Der Gesamtumsatz im Videoverkaufsmarkt inklusive Onlinezahlen legte laut BVV trotz eines durchschnittlichen Preisverfalls von -3 Prozent um +7 Prozent zu auf insgesamt 610 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 572 Millionen Euro). Neben einem um +2 Prozent auf 45,7 Millionen Einheiten angestiegenen DVD-Absatz (nach 44,9 Mio. Einheiten im 1. Halbjahr 2009) führt der BVV das Rekordergebnis vor allem auf den stetig anwachsenden Blu-ray-Markt zurückzuführen. Nach 2 Millionen Scheiben zum Halbjahr 2009 wurden bis Ende Juni 2010 bereits 5 Millionen Blu-ray-Discs verkauft, was einer Absatzsteigerung von 153 Prozent entspricht. Bei der BVV geht man davon aus, das bis Ende 2010 die Blu-ray-Scheiben etwa 200 bis 250 Millionen Euro generieren. 

Weniger gut ist die Stimmung bei den Videotheken. Der Videoverleihfachhandel musste mit einem Vermietumsatz in Höhe von 111 Millionen Euro nach 118 Millionen Euro anno 2009 ein Minus von 6 Prozent hinnehmen. Die Verluste beim DVD-Verleih konnte auch die erhöhte Nachfrage nach Blu-rays (immerhin +79 Prozent auf 3,8 Millionen Verleihvorgänge) nicht ausgleichen.  

Anders sieht die Situation bei Online-Videotheken aus. Dort verbuchen die Unternehmen einen Gesamtumsatz von 20,7 Millionen Euro - im Vorjahr waren es noch 6,2 Millionen gewesen. Das Verhältnis von "Video on Demand" zu "Pay per View" liegt bei 56,5 zu 43,5 Prozent.

Die Verkaufscharts der Bildtonträger führte übrigens in der ersten Jahreshälfte "Avatar - Aufbruch nach Pandora" an, gefolgt von Roland Emmerichs Action-Spektakel "2012" und dem zweiten Teil der Twilight-Saga "New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde". Bei den Videotheken liegt hingegen "Inglourious Basterds" vorne. Am zweithäufigsten liehen die deutschen Videothekenkunden "2012" aus, und nicht fehlen darf natürlich James Camerons "Avatar - Aufbruch nach Pandora" auf Platz 3.

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