Run auf Bitcoin, Ethereum und Co.

Bitfinex, Binance und mehr: Registrierungen wegen Krypto-Boom vorerst gestoppt

Das Interesse an Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, IOTA, Ripple und Co. zwingt Börsen wie Bitfinex, Binance oder Bittrex in die Knie. Neuanmeldungen sind vielerorts gestoppt. Doch es gibt noch Alternativen.

Bitfinex: Registrierung gestoppt

© Screenshot / Bitfinex

Kryptobörsen wie Bitfinex lassen derzeit keine Neuanmeldungen zu. Das Interesse an Bitcoin, Ethereum und Co. hat immense Ausmaße angenommen.

Wer Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Ripple oder IOTA kaufen will, muss sich in der Regel auf einer Kryptobörse anmelden. Sehr beliebt ist die Webseite Bitfinex, da sie eine von wenigen ist, die den Handel mit IOTA gestattet. Dort ist jedoch bereits seit einigen Wochen keine Neuanmeldung mehr möglich – schlichtweg wegen des aktuell sehr großen Interesses an den digitalen „Münzen“ (Coins). Zwischenzeitlich sollten sich neue Nutzer nur per Einladung registrieren können. Das war allerdings mit Problemen behaftet bzw. gar nicht möglich, wie wir in einer News zu Einladungen auf Bitfinex geschrieben haben.

  • Update (12:20 Uhr): Binance hat die Registrierung vor wenigen Stunden wieder freigeschaltet. Es sollen schubweise neue Nutzer zugelassen werden. Probieren Sie es am besten in regelmäßigen Abständen aus.

Eine gesperrte Registrierung für neue Nutzer trifft seit wenigen Tagen auch die Börse Binance, die wir als Alternative in unserer Anleitung zum Kauf von IOTA vorgestellt haben. Auf Binance heißt es (Update: bis zum Vormittag) ebenso, dass auf Grund gesteigerten Interesses derzeit keine Neuanmeldungen möglich sind. Doch auch wer kein IOTA, sondern etwa klassisch Bitcoin und Ethereum oder andere Altcoins kaufen möchte, sieht sich mit Problemen konfrontiert. Bittrex, eine weitere große Börse für viele Kryptowährungen, kann derzeit ebenso keine neuen Nutzer aufnehmen.

Es gibt jedoch noch weitere Alternativen, um Kryptowährungen erwerben oder handeln zu können. An Bitcoin, Ethereum, Litecoin und demnächst Bitcoin Cash kommen Nutzer außerhalb von Deutschland auf Coinbase. Für Nutzer aus Deutschland steht weiterhin bitcoin.de zur Verfügung. Wie Sie dort zuschlagen können, haben wir zum einen im genannten IOTA-Artikel erklärt und zum anderen in der Anleitung zum Kaufen von Bitcoin und Ethereum.

Wer dann Kryptowährungen in Besitz hat, findet auf Poloniex.com oder Kraken.com noch andere große Börsen, die den Handel mit Kryptowährungen für neue Nutzer möglich machen. Vielerorts wird jedoch gewarnt, dass etwaige Verifizierungen auf Grund des großen Ansturmes mehrere Tage bis Wochen dauern können.

Bei IOTA besser warten

Haben Sie Interesse an IOTA, wird es allerdings eng. Bei Alternativen zu Bitfinex oder Binance sind oft Sprachkenntnisse aus dem asiatischen Raum oder nationale Dokumente aus verschiedenen Ländern zwecks Verifizierung nötig. Zu nennen sind beispielsweise coinfalcon.com, Coin One KRW oder Coinspot.

Das Ausweichen auf kleinere oder neuere Börsen können wir nicht uneingeschränkt empfehlen. Das liegt daran, dass wir nicht sagen können, wie jeweils Standards beim Thema Sicherheit und Zuverlässigkeit erfüllt werden. Am besten ist daher, Sie warten. Bitfinex beispielsweise verspricht, bis zum 15. Januar entsprechende Mehrkapazitäten bereitstellen zu können. Binance nennt noch kein Zeitfenster.

Vorsicht beim Kauf und Verkauf von Accounts

Auf Twitter und anderen sozialen Netzwerken finden sich oft auch Verkaufsangebote für bereits erstellte und verifizierte Accounts für beliebte Börsen. Davon sollten Sie Abstand nehmen – sowohl als potenzieller Käufer als auch als Verkäufer. Es ist unbekannt, ob mit den angebotenen Accounts nicht Illegales betrieben wurde oder ob Käufer entsprechendes planen, was auf Sie (als möglicher Verkäufer) zurückfallen kann. Dazu verbietet zumindest Binance den Verkauf von Accounts. Solche werden eingefroren, wenn sich ein Account als erkauft herausstellt.

  • Hinweis: Wer Interesse an Kryptowährungen hat und welche kaufen und mit ihnen handeln möchte, handelt auf eigenes Risiko. PC Magazin gibt keine Anlage-Tipps, sondern liefert lediglich Anleitungen, die Ihnen bei Bedarf weiterhelfen.

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