Experten raten zu Hardware-Wallets

Bitcoin: Sind Wallets durch Meltdown und Spectre in Gefahr?

Die gravierenden CPU-Sicherheitslücken Meltdown und Spectre verunsichern die Krypto-Community. Sind Krypto-Exchanges für Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und Co. durch die Angriffe in Gefahr? Experten empfehlen Hardware-Wallets, die vor den Attacken sicher sein sollen.

Bitcoin Meltdown Spectre

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Gefahr für Bitcoin, Ethereum und Co: Über die Sicherheitslücken Meltdown und Spectre könnten Angreifer Passwörter und Krypto-Schlüssel stehlen.

Die CPU-Schwachstellen Meltdown und Spectre betreffen nahezu alle modernen Prozessoren von Intel, AMD und ARM. Durch sie können Angreifer potenziell Passwörter, Krypto-Schlüssel und mehr auslesen. Dies beunruhigt natürlich Anleger in Kryptowährungen wie Bitcoin, Ripple, Ethereum, Cardano, IOTA, Litecoin und Co. Denn dadurch werden nicht nur private PCs, Notebooks und Smartphones angreifbar sondern auch alle Cloud-Dienste, deren Server-Prozessoren betroffen sind.

"Traue nicht deinem PC"

Krypto-Experten raten daher aktuell zu verstärkter Vorsicht und empfehlen Bitcoin und andere Kryptowährungen nicht auf zentralisierten Online-Plattformen zu lagern. Stattdessen sollten Anleger auf Hardware-Wallets setzen. Bitcoin Core Entwickler Jonas Schnelli etwa schrieb zu Meltdown und Spectre: "Die aktuellen Privileged-Memory-Seitenkanalattacken bestätigen nur, was viele Bitcoin-Nutzer bereits 'wissen' (fühlen: Traue nicht deinem PC. Denke nicht, Programme (und private Schlüssel) wären geschützt. Nutze eine Hardware-Wallet."

Eben jene Hardware-Wallets sollen nicht durch die neuen Schwachstellen gefährdet sein. So bestätigen etwa Hersteller wie Satoshi Labs (Trezor) wie auch Ledger, dass ihre Hardware-Wallets vor Meltdown und Spectre sicher seien, da diese nicht betroffene Prozessoren einsetzen. Dazu seien sie durch verschiedene weitere Sicherheitsmaßnahmen geschützt.

Cloud-Server als Gefahrenfaktor

In der Tat sind Krypto-Exchanges in der Vergangenheit immer wieder Opfer von Hackerangriffen geworden, bei denen Anleger ihre Wallets verloren. Durch die neuen Prozessor-Sicherheitslücken könnten diese Cloud-Dienste nun noch stärker in den Fokus von Angreifern rücken.

Lesetipp: Meltdown & Spectre - was Sie über die CPU-Sicherheitslücken wissen müssen

Die Exchanges laufen meist auf den Servern großer Cloud-Anbieter wie Amazons AWS und macht sie damit potenziell angreifbar für die durch Meltdown und Spectre ermöglichten Cross-VM-Attacken über die Grenzen von virtuellen Maschinen hinweg. Laut Cointelegraph gingen aus Vorsichtsmaßnahme daher am Donnerstag verschiedene Exchanges wie etwa Bittrex zwischenzeitlich offline, um Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.

Coinbase ergreift Maßnahmen

Mit Coinbase hat sich eine der größten Handelsplattformen für Kryptowährungen - die auch auf Amazons AWS setzt - bereits zu den Sicherheitslücken geäußert. In einem Blogbeitrag versichern die Entwickler, bereits die nötigen Maßnahmen ergriffen zu haben, um die Konten seiner Kunden zu schützen. So sollen etwa alle heiklen Workloads - gerade auch die, bei denen Krypto-Schlüssel involviert sind - auf dedizidierten Instanzen ablaufen und so physisch von anderen AWS-Konten getrennt sein. Ein Angriff allein über den Cloud-Speicher soll so unmöglich sein.

Lesetipp: IOTA kaufen und sicher speichern

Gleichzeitig empfiehlt Coinbase jedoch allen Nutzern ihre Betriebssysteme und Browser zu aktualisieren, um sich gegen die Attacken zu schützen. Zudem sollten Anleger die Tresor-Funktion (Vault) nutzen, die Krypto-Wallets durch mehrere Genehmigungsstufen sowie zeitschlossgesicherte Abhebungen absichern.

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Einführung in Bitcoin und Kryptowährungen

Quelle: PC Magazin
Im Tutorial erklären wir die wichtigsten Grundlagen zu Bitcoin und anderen Kryptowährungen.

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