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Bitcoin: Kurs-Rutsch reißt kompletten Markt mit nach unten

Der Bitcoin-Kurs taumelt nach aktuellen Nachrichten aus China. Das spüren auch Ethereum, Ripple, Verge, IOTA, Tron und viele andere Altcoins.

Bitcoin Kurs

© Jaruwan photo - fotolia.com

Der Bitcoin sorgt für ein Riesenminus auf dem Kryptomarkt.

Das Ende und der Anfang eines Jahres sind anscheinend keine guten Zeiten für den Bitcoin. Der Kurs taumelt derzeit bei rund 10.000 US-Dollar, nachdem er vor nicht einmal 24 Stunden noch knapp über der 13.000er-Marke lag. Nach dem Weihnachts-Cashout von Großanlegern sowie Falschmeldungen aus Südkorea und erweiterten Verbotsplänen aus China herrscht auf dem Kryptowährungsmarkt starke Verunsicherung.

  • Update vom 18. Januar 2018: Der Bitcoin-Kurs entspannt sich am Donnerstag zusammen mit einigen Altcoins. Ist der Crash damit vorbei? Weiterhin gibt es Grund zur Vorsicht.

Da Altcoins wie Ethereum, Ripple, Verge, IOTA oder Tron auf den meisten Börsen seltener direkt mit US-Dollar oder Euro, sondern mit Bitcoin gehandelt werden, sinkt auch deren Kurswert. Dabei sind nicht nur die großen Altcoin-Namen betroffen, sondern bis auf wenige Ausnahmen fast alle alternativen Kryptowährungen. Laut coinmarketcap.com verbucht etwa NEO am Mittwochmorgen einen 24-Stundenverlust von 26,02 Prozent. Ripple und Verge liegen bei jeweils über 22 Prozent. IOTA und Tron liegen fast bei 20 und Ethereum bei 16 Prozent Verlust innerhalb eines Tages.

Viele Anleger und Trader müssen derzeit entsprechende Verluste von über einem Fünftel Ihre Investments hinnehmen. Am gesamten Kapital auf dem Kryptowährungsmarkt sieht man, um welche Beträge es dabei mittlerweile geht. Vom 15. bis zum  16. Januar spätabends sank das Gesamtkapital von rund 700 auf zwischenzeitlich 450 Milliarden US-Dollar. Der Wert pendelt sich in den Morgenstunden am Mittwoch aktuell bei 532 Milliarden US-Dollar ein und scheint eine Erholung anzudeuten.

Lesetipp: Bitcoin & Ethereum kaufen – so geht’s

Das zeigt wieder einmal mehr, wie volatil der Markt ist und was ein kommendes Bitcoin-Verbot in China anrichten kann. Weiterhin können wir nur zur Vorsicht raten, bevor Sie Ihr Geld im Krypto-Markt investieren. Bald steht das Chinesische Neujahrsfest an – traditionell ist dann in Südostasien Ebbe auf den Kryptomärkten.

Etwas Hoffnung für Anleger gibt ein Vergleich des relativen Bitcoin-Kurstrends seit 2015. Fragen Sie bei coinmarketcap.com für jedes Jahr den Verlauf vom 1. Januar bis 31. Dezember ab, kommen Sie tatsächlich auf entsprechende Kurven. Prozentual ist der jetzige Crash im Moment noch schwächer als der aus dem Herbst 2017, als der Bitcoin für kurze Zeit 50 Prozent seines Wertes einbüßte. Dass es dieses Mal so deutlich ist und Investoren weh tun dürfte, liegt am erhöhten Marktvolumen, das Kryptowährungen derartig hohe Werte annehmen ließ.

Ob man sich auch dieses Mal auf einen solchen Jahrestrend verlassen kann, bleibt abzuwarten. Bedenken Sie, dass wir auf pc-magazin.de keine Finanz- und Anlagetipps geben. Wir berichten über Marktentwicklungen und liefern bei Bedarf Anleitungen. Sie sind selbst für Ihre Handlungen auf dem Kryptowährungsmarkt verantwortlich.

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